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Bettlerbanden aus Osteuropa sind derzeit wieder vermehrt unterwegs - auch in Olching.

In Olching und Umgebung

Milder Winter: Mehr Bettler unterwegs

Olching - Kaum werden die Temperaturen etwas milder, sieht man sie wieder: In Olching sind derzeit vermehrt Bettler unterwegs – zum Teil offenbar mit einer ganz besonders miesen Masche.

In der Stadt sind die Bettler überwiegend in der Hauptstraße und rund um den Bahnhof unterwegs. Eben dort, wo viele Passanten sind. Viele klingeln aber auch an den Haustüren und fragen zum Beispiel nach einem Glas Wasser, nach einer Kopfschmerztablette oder nach Geld.

Auch an Türen in der Donaustraße wurde in letzter Zeit vermehrt geklingelt. Die Leute hätten nach Essen oder Geld verlangt, berichtet Stadtsprecherin Julia Henderichs auf Tagblatt-Nachfrage. Da sich die Straße in der Nähe des ehemaligen Hotels am Mühlbach befindet, wo seit kurzer Zeit Asylbewerber untergebracht sind, hätten manche Bewohner gedacht, dass es sich um Flüchtlinge handelt. „Das sind aber keine Asylbewerber gewesen“, sagt Henderichs. Das habe sich herausgestellt, als die Polizei die Papiere der Personen kontrolliert habe. „Uns ist bislang kein einziger Fall bekannt, wo Asylbewerber an den Türen klingeln“, sagt Henderichs.

"Asylbewerber würden nicht nach so etwas fragen"

Die Stadt warnt eindringlich davor, Bettler mit Asylbewerbern zu verwechseln. Bewohner sollten auf jeden Fall hellhörig werden, wenn jemand klingelt und um Essen oder Medikamente bitten. „Asylbewerber würden nicht nach so etwas fragen“, erklärt Henderichs. „Denn die werden in ihrer Einrichtung verpflegt.“ Sie hätten also gar keinen Grund dazu.

Der gleichen Meinung ist auch Herfried Glammert vom Olchinger Asylhelferkreis. Allerdings haben er und weitere Helfer – auch aus anderen Orten – beobachtet, dass sich Leute als Flüchtlinge ausgeben. So sei ein Mann ins Olchinger Pfarramt gekommen, der sich als Flüchtling aus der Bayernkaserne ausgegeben habe und einen Essensgutschein sowie Geld für die Rückfahrkarte wollte. Eine Mitarbeiterin habe diesen dann als Rumänen erkannt, der schon öfter im Pfarrbüro gebettelt hat.

Laut Harwin Lang, Leiter der Olchinger Polizeiinspektion, stammen die Bettler, die unterwegs sind, überwiegend aus Osteuropa. „Sie kommen aus Rumänien, Bulgarien, zum Teil auch aus Ungarn.“ Von daher unterscheiden sie sich schon optisch von den Flüchtlingen. In der Regel kommen sie von außerhalb. Sie seien mit Fahrzeugen unterwegs, teilweise schliefen sie auch dort, so Lang.

Generell sollte man Bettlern nichts geben, rät er. Denn das Geld würde ihnen sofort wieder durch irgendwelche Hintermänner abgenommen. „Man kann ihnen mal ne Wurstsemmel kaufen, wenn man helfen möchte. Aber nicht mehr.“ In Deutschland gebe es schließlich Behörden, die Menschen in Not helfen. „Bei uns muss niemand betteln.“

Im Bereich der Brucker und der Germeringer Inspektion ist es derzeit in punkto Bettler ziemlich ruhig. „Doch es ist klar, dass die auch bei uns wieder auftauchen, wenn’s wärmer wird“, sagt Brucks Polizeisprecher Michel Fischer. Und Andreas Ruch von der Germeringer Polizei sagt: „Kaum ist es frühlingshaft sind sie wieder da.“

Vorsicht, wenn's an der Tür klingelt

Die Polizei rät zu äußerster Vorsicht, wenn Fremde an der Tür klingeln und um Hilfe oder Geld bitten. „Man soll auf gar keinen Fall jemanden reinlassen“, sagt Hartwin Lang von der Olchinger Inspektion. Oft handele es sich um Einbrecher, die die Wohnung ausspionieren möchten.

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