Ministerium: Maisachs Fursty-Konzept beeinträchtigt die Natur erheblich

Maisach - Das Maisacher Fursty-Konzept bewegt sich auf dünnem Eis. Das geht aus einem Zwischenbericht der bayerischen Staatsregierung hervor.

Das Vorhaben Maisachs führt zu einer „erheblichen Beeinträchtigung der Erhaltungsziele des Flora-Fauna-Habitat-Gebiets“ am früheren Flughafen Fürstenfeldbruck, heißt es in einem Schreiben des Umweltministeriums. Mit diesem beantwortet das Haus von Markus Söder (CSU) einen Fragenkatalog, den die Grünen um Fraktionssprecher Martin Runge eingereicht hatten.

Der Plan Maisachs, auf dem früheren Militärgelände eine Anlage für Fahrsicherheitstrainings von BMW, die Traber aus Daglfing, eine Umgehungsstraße und ein Sportzentrum anzusiedeln, sei allerdings noch nicht abschließend zu beurteilen, da das Bebauungsplanverfahren noch laufe. Nach derzeitigem Stand aber würde das Maisacher Konzept 3,8 Hektar von insgesamt 6,3 Hektar Kalktrockenrasen komplett zerstören, heißt es in dem Antwortschreiben. Bei den Flachlandmähwiesen ist die Quote ähnlich: Von 149,2 Hektar würden 70,1 vernichtet. Zehn Hektar würden zudem in ihrer Funktion gestört.

Bei den auf dem Flugplatz lebenden Arten sei von „erheblichen Beeinträchtigungen“ auszugehen. Das Maisacher Konzept enthalte mehrere Pläne, die nach dem Naturschutzgesetz verboten sind. Daher werde ein artenschutzrechtliches Ausnahmeverfahren erforderlich sein.

Das Ministerium verweist auch auf die Ausgleichsflächen, die Maisach im Landkreis München nachweisen will. Gemäß EU-Vorgabe müssten die Kohärenzflächen in der gleichen biogeografischen Region liegen und vergleichbare Verhältnisse herstellen. „Diese Voraussetzungen erscheinen im vorliegenden Fall erfüllbar“, heißt es in dem Schreiben, obwohl die genannten Flächen im Kreis München bereits jetzt als Flora-Fauna-Habitat ausgewiesen sind. Die Kompensationsmaßnahmen seien „schlüssig und fachlich vertretbar“.

Das Ministerium verweist auch darauf, dass für fünf Hektar der in ihrer Funktion gestörten Flächen direkt vor Ort Verbesserungen vorgesehen seien. Die Böschungen an den BMW-Fahrsicherheitsstrecken zählten nicht zu den Ausgleichsflächen.

Auch interessant

<center>Wandern mit Kinderwagen zwischen Garmisch und Traunstein</center>

Wandern mit Kinderwagen zwischen Garmisch und Traunstein

Wandern mit Kinderwagen zwischen Garmisch und Traunstein
<center>Spieluhr Tanzende Kühe</center>

Spieluhr Tanzende Kühe

Spieluhr Tanzende Kühe
<center>Asterix auf Bayrisch - Asterix da Gladiatoa</center>

Asterix auf Bayrisch - Asterix da Gladiatoa

Asterix auf Bayrisch - Asterix da Gladiatoa
<center>Alpen-Memory</center>

Alpen-Memory

Alpen-Memory

Meistgelesene Artikel

Maisacher kämpfen für Allee
Rund 70 Maisacher haben in der Bürgerversammlung gefordert, dass die Allee an der Straße nach Überacker erhalten bleiben soll. Dafür müsse der Gemeinderat alle rechtlich …
Maisacher kämpfen für Allee
Vermisste Malina: Leichenspürhunde schlagen an
Regensburg - Von der Studentin Malina Klaar aus dem Raum Fürstenfeldbruck fehlt bislang jede Spur. Sie wird seit Sonntag in Regensburg vermisst. Wir berichten im …
Vermisste Malina: Leichenspürhunde schlagen an
Ausbau A 96: Startschuss für Mega-Projekt
Die Arbeiten zum Ausbau der A 96 von vier auf sechs Spuren stehen in den Startlöchern. Die Großbaustelle soll dreieinhalb Jahre dauern. Der komplette Verkehr wird auf …
Ausbau A 96: Startschuss für Mega-Projekt
Pausenhof der Martinschule soll schön werden
Kaum Spielgeräte, viel Asphalt, wenig Abwechslung: So sieht der Pausenhof der Olchinger Martinschule aus. Doch nun wird der Hof wird umgestaltet. Unter anderem entsteht …
Pausenhof der Martinschule soll schön werden

Was denken Sie über diesen Artikel?

Kommentare