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„Wir haben es gut in Europa“: (v.l.) Carsten Witt, Jakob Sonnenholzner und Max Weber von „Go Europe“.

Mit dem Elektroauto nach Rom

„Make Europe Greater“ ist der provokante Slogan der vor kurzem gegründeten „Go-Europe!“ GmbH. Doch im Gegensatz zu Donald Trumps Wahlspruch steht dieser für ein Zusammenwachsen und nicht für Abgrenzung.

Fürstenfeldbruck –Die Organisation kämpft dafür, dass in Europa auch in den Köpfen Grenzen abgebaut werden. Anlässlich des 60. Jahrestages der Römischen Verträge haben Geschäftsführer Carsten Witt und Sohn Jakob Sonnenholzner geplant, mit einem Elektroauto von Bruck nach Rom zu fahren. Am Wochenende vom 25./26. März kommen sie an.

„Mit der Aktion wollen wir zeigen, wie gut wir es in Europa haben“, sagt Sonnenholzner. Schließlich könne man aufgrund offener Grenzen ohne Probleme nach Rom fahren. Der 24-Jährige und seine drei Begleiter Max Weber (24), Sari Sigel (25) und Christiane Klimek (23) haben die Strecke komplett mit einem Elektroauto zurücklegt, ohne genau zu wissen, wo und wann sie tanken können. Sie hatten vor, mit einer Tankladung bis Innsbruck zu kommen und dort zu tanken. „Ab da schauen wir wie’s läuft“, sagt Sonnenholzner.

Vorrangiges Ziel der Aktion ist es, am Wochenende bei den Feierlichkeiten zum 60-jährigen Bestehen der Römischen Verträge teilzunehmen. Die Verträge bilden die Grundlage der heutigen EU. Aber generell soll mit der Fahrt darauf aufmerksam gemacht werden, wie wichtig ein geeintes Europa für die Welt ist, sagt Witt. „Für Europa muss man was tun. Die EU wird jetzt 60 und hat ihre Kinderkrankheiten abgelegt. Jetzt geht es darum, sie für die Zukunft zu rüsten.“

Die Vertreter von „Go-Europe!“ wollen bewusst auf Nationalisten zugehen und mit ihnen über Europa diskutieren. Aus diesem Grund wollen sie sich bis Ende des Jahres noch weitere sieben E-Autos anschaffen. Außerdem sollen Vertretungen der Organisation in jedem EU-Land entstehen. 

Tom Eldersch

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