Hohe Rücklagen in Mittelstetten

Im finanziellen Höhenrausch

Mittelstetten - Im Finanzjahr 2014 sind Rekorde gepurzelt. Sowohl die Steuern des örtlichen Gewerbes als auch der gemeindliche Anteil an den Einkommensteuern der Bürger erreichten bisher nicht gekannte Höchstwerte.

Weil das viele Geld nur zu einem geringen Teil investiert wurde, kletterten auch die Rücklagen auf ein neues Maximum von über 2,3 Millionen Euro. Den umgekehrten Weg gehen die Schulden: 85 000 Euro sind der geringste Wert seit Jahrzehnten. Die Pro-Kopf-Verschuldung erreicht nicht mal ein Zehntel des Landesdurchschnitts der Gemeinden vergleichbarer Größe.

Im langjährigen Vergleich ist besonders die Entwicklung der Gewerbesteuer erstaunlich. Zwar sind diese Einnahmen immer zeit- und konjunkturgebunden, die fast 360 000 Euro aus dem vergangenen Jahr sind aber sieben Mal so hoch wie die Abführungen der Unternehmen im Jahr 2000. In den letzten zehn Jahren um fast das Doppelte gestiegen sind die Erlöse aus der Einkommensteuer, zuletzt rund 835 000 Euro.

Auf der anderen Seite werden auch die Ausgaben nicht geringer. Die Kosten der Kreisumlage – nach Bruck ging fast jeder vierte Euro aus dem Verwaltungshaushalt – sind ebenso auf einem neuem Höchststand wie die Aufwendungen für das Kinderhaus. Diese 490 000 Euro werden aber zum Teil durch Gebühren und Zuschüsse gedeckt. Insgesamt blieb ein Überschuss von mehr als 280 000 Euro in einem 2,4-Millionen-Haushalt, der grundsätzlich für Investitionen hätte verwendet werden können. Da im Vermögensetat nur rund 80 000 Euro für Kleinigkeiten ausgegeben wurden, gleichzeitig späte Zuschüsse für den Ausbau der Straße nach Längenmoos und den Kanalanschluss von Hanshofen eingingen, blieben mehr als 750 000 Euro übrig – für die Rücklagen. (op)

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