Mittelstetten

Gemeinderat erblüht in neuer Gestalt

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
    schließen

Die SPD ist raus, die WUG drin: Im künftigen Gemeinderat von Mittelstetten ist gleich ein Quintett der neuen politischen Kraft vertreten, darunter drei neue Gesichter. Zudem entsenden die CSU und die Gruppierung „Bürgernah und Unabhängig“ (BU) je einen Neuling.

Mittelstetten Nachdem die SPD in Mittelstetten keine Liste mehr auf die Beine stellen konnte, schlossen sich ihre bisherigen Räte der neuen offenen Gruppierung „Wir für unsere Gemeinde“ (WUG) an. Nun schickt die WUG fünf Ratsmitglieder in das Gremium. Schon bisher vertreten waren dort Evelyn Dürmeier (bis dato SPD) und Heinz Nebl (zuletzt fraktionslos). Die beiden arbeiten für die WUG weiter, dazu kommen drei Neue an ihrer Seite.

Zuerst zur 35-jährigen Stefanie Keller (WUG). Die Tegernbacherin hat Sinologie – also Chinawissenschaften – studiert, arbeitet nun aber als stellvertretende Vorsitzende in der Kirchenverwaltung bei der Erzdiözese München und Freising. Als aktives Mitglied der Grünen (sie ist im Vorstand des Ortsverbands FFB-Nordwest) sieht sie ihre politischen Schwerpunkte im Bereich Umwelt. „Auch der Radwegebau ist mir wichtig“, sagt die Mutter von zwei, bald drei Kindern. Die Tegernbacherin tanzt und gartelt gerne, oder ist mit ihren Kindern im Grünen unterwegs. Wichtige Themen sind in ihren Augen außerdem: ein sicherer Schulweg, die Sicherung des Schulstandortes Mittelstetten, ein ausreichendes Raumangebot für alle Betreuungsformen sowie der Aufbau einer Nachbarschaftshilfe.

Schon oft als Zuhörer dabei

Michael Peil (WUG)war schon in der ablaufenden Amtsperiode regelmäßig im Sitzungssaal des Gemeinderats zu sehen – als Zuhörer. Nun möchte er die Politik vor Ort kreativ mitgestalten. Der 52-Jährige ist Beratungslehrer an einer Inklusionsschule in München und ehrenamtlicher Richter an der Jugendstrafkammer des Landgerichts München. In seiner Freizeit beschäftigt sich der Vater zweier Kinder intensiv mit der Kirchengeschichte, unter anderem auch in seiner Heimatgemeinde.

Ramona Mück (WUG) ist 35 Jahre alt und Mutter zweier Kinder. Sie arbeitet als Büroangestellte. Motivation für ihre Kandidatur war, sich aktiv für die Gemeinde einsetzen zu wollen. Außerdem habe sie den Bürgermeisterkandidaten der WUG unterstützen wollen – und das offensichtlich mit Erfolg, nachdem Franz Ostermeier gewählt worden ist.

Ebenfalls neu im Rat ist Klaus Pschebezin (BU). Der 52-jährige zweifache Vater lebt seit 28 Jahren in Tegernbach und ist als Gemeindearbeiter für viele Mittelstettener seit elf Jahren ein bekanntes Gesicht. „Mir war es immer wichtig, dass der Gemeinderat sich vor Entscheidungen mit den betroffenen Bürgern austauscht“, sagt der begeisterte Hobbysportler (Radfahren und Laufen). Im Gemeinderat will er sich außerdem für ein gezieltes Bevölkerungswachstum mit Schaffung von erschwinglichem Bauland und etwaigen Ortsranderweiterungen für die nächste Generation einsetzen – „damit auch diese noch weiterhin in der Gemeinde bleiben können“.

Mit Sebastian Klingl (CSU)ist der Ortschef der Partei in den Gemeinderat gewählt worden. Der Liebe wegen ist der 39-Jährige vor 17 Jahren auf den Hof seiner Frau im kleinsten Ortsteil der Gemeinde gezogen: in Hanshofen. Bei Klingl dreht sich vieles um den Nachwuchs: Er ist Vater von vier Kindern im Alter von zehn, sieben, fünf und drei Jahren. Und beruflich arbeitet er als Spielplatz- und Gerätebauer in seiner eigenen Firma. Zu seinen kommunalpolitischen Schwerpunkten sagt er: „Ausgeglichene Finanzen und eine Zukunftsfähigkeit der Gemeinde sind mir sehr wichtig.“ Er will die Steuereinnahmen Mittelstettens sichern beziehungsweise ausbauen und vor Ort Arbeitsplätze schaffen. Wichtig sei es auch, die Folgen der Corona-Krise zu bewältigen: „Hier rechtzeitig und vorausschauend zu planen, ist das A und O.“ In der Freizeit betreibt der 39-Jährige eine kleine Hühnerzucht, widmet sich der Waldarbeit und spielt Tuba beim Blasorchester Geltendorf.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Erscheinung am Nachthimmel in Bayern: Spektakuläre Fotos zeigen Weltraum-Phänomen
Einem Kometen-Spezialisten gelangen am Nachthimmel in Oberbayern ungewöhnliche Aufnahmen. Er fotografierte den selten Kometen „Neowise“, der im Juli zu sehen ist.
Erscheinung am Nachthimmel in Bayern: Spektakuläre Fotos zeigen Weltraum-Phänomen
Großer Andrang bei Windkraft-Info vorm Feuerwehrhaus - und eine Überraschung
Auf Jesenwanger Flur befindet sich zwar die einzige Fläche, auf der nach der 10H-Regelung ein Windrad gebaut werden kann. Trotzdem könnten im Landkreis weitere Anlagen …
Großer Andrang bei Windkraft-Info vorm Feuerwehrhaus - und eine Überraschung
Coronavirus FFB: Vier Neu-Infizierte - Zwei stammen aus Umfeld von Catering-Firma
Das Coronavirus hat entscheidende Konsequenzen für die Menschen im Landkreis Fürstenfeldbruck. In unserem News-Ticker, Teil 3, finden Sie aktuelle Nachrichten.
Coronavirus FFB: Vier Neu-Infizierte - Zwei stammen aus Umfeld von Catering-Firma
Corona-Demo wieder am Nöscherplatz
Olchings Corona-Demonstranten kehren nach dem Intermezzo am Volksfest- auf den Nöscherplatz zurück: Am kommenden Sonntag treffen sie sich wieder in Olchings guter Stube.
Corona-Demo wieder am Nöscherplatz

Kommentare