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Kanalbau: Beispielfoto

Neue Kalkulation

Abwassergebühr in Mittelstetten sinkt deutlich

Die hohe Abwassergebühr in der Gemeinde Mittelstetten gehört bis auf Weiteres der Vergangenheit an. Rückwirkend zum Jahresbeginn werden nur noch 2,57 Euro pro Kubikmeter fällig, bisher waren es 4,44 Euro. 

Mittelstetten  Dies ergab eine Neukalkulation, die bis einschließlich 2022 gilt.

Vor vier Jahren war der Preis stark angehoben worden. Zum einen, weil im vorangegangen Kalkulationszeitraum eine deutliche Unterdeckung entstanden war – die Gebühreneinnahmen hatten nicht ausgereicht, um den Unterhalt von Kanalnetz und Kläranlage zu decken. Zum anderen stand mit der Sanierung der Abwasserleitungen eine erhebliche Investition an, die Kosten wurden auf über 400 000 Euro geschätzt.

Bis heute konnte aber nur ein Teil des Netzes – der Hauptkanal zur Kläranlage und die Leitungen im Altdorf – instand gesetzt werden, vor allem der Süden Mittelstettens ist noch unsaniert. Gründe waren vor allem ein – wie sich zeigte – teilweise unkorrekte Kanal-Kataster, ausgebuchte Firmen, aber auch eine widrige Witterung. Mit schwerem Gerät war der Hauptkanal an der Glonn nicht immer erreichbar.

Ergebnis: Die Einnahmen waren weit höher als die Ausgaben, die Überschüsse flossen in eine Rücklage, die nun in den nächsten vier Jahren verwendet und aufgebraucht werden kann.

In der neuen Kalkulation sind Reserven für Pumpen-Ausfälle und eine erstmalige Kamera-Befahrung des Abwassernetzes im Ortsteil Tegernbach eingeplant. Sollte nicht das ganze Geld ausgegeben werden, könnte die Gebühr in vier Jahren weiter sinken. Stärkere Schwankungen beim Abwasserpreis sind nicht ungewöhnlich, vor zwölf Jahren fiel die Gebühr schon einmal von 3,30 Euro auf 2,15 Euro.

Kommunale Abwassereinrichtungen müssen kostendeckend arbeiten. Die in einem Kalkulationszeitraum entstandenen Überschüsse oder Defizite werden daher in den nächsten vier Jahren ausgeglichen. (op)

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