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Hier soll das geplante Gewerbegebiet in Mittelstetten entstehen. Die Bürger müssen darüber entscheiden. 

Abstimmung beendet

Ticker zum Bürgerentscheid über Gewerbegebiet in Mittelstetten: Das Ergebnis ist da

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Mittelstetten ist die einzige Gemeinde im Landkreis Fürstenfeldbruck ohne ausgewiesenes Gewerbegebiet. Am Sonntag gab es dazu einen Bürgerentscheid - mit eindeutigem Ergebnis. 

  • Mittelstetten wollte nahe der B2 ein Gewerbegebiet ausweisen. Bisher ist Mittelstetten die einzige Kommune im Landkreis Fürstenfeldbruck ohne. 
  • In der Bevölkerung regte sich heftiger Widerstand. Deshalb gab es am Sonntag, 22. Juli, einen Bürgerentscheid.
  • Mit einer sehr hohen Wahlbeteiligung (70,6 Prozent) wurde das Gewerbegebiet abgelehnt. 62,1 Prozent stimmten mit „Nein“, 37,8 Prozent mit „Ja“. Eine Stimme war ungültig. Soweit die ersten Zahlen.

+++ TICKER AKTUALISIEREN +++

20.38 Uhr: Eine Zusammenfassung zum Bürgerentscheid und einen Kommentar unseres Reporters können Sie hier nachlesen. Sollte noch etwas Aktuelles passieren, halten wir Sie hier auf dem Laufenden. 

20 Uhr: Auch ein anderer Bürgerentscheid im Landkreis ist beendet. Die Puchheimer haben sich eindeutig gegen eine Geothermie-Anlage ausgesprochen

19 Uhr: Es gab 364 Ja-Stimmen (37,8 Prozent) und 597-Nein-Stimmen (62,1 Prozent). Es gibt eine Differenz, da eine Stimme ungültig war. 

18.54 Uhr: Die Mittelstettener haben sich rege an dem Bürgerentscheid beteiligt. Die Wahlbeteiligung lag bei 70,6 Prozent. Von 1363 Stimmberechtigten haben 962 abgestimmt. Das Quorum ist somit mehr als erfüllt (43,8 Prozent). 

Das Ergebnis ist da: Mittelstettener lehnen das Gewerbegebiet ab 

18.51 Uhr: Überpünktlich sind sie in Mittelstetten. Das vorläufige Ergebnis ist da: Das Gewerbegebiet wurde abgelehnt. Details in Kürze. 

18 Uhr: Die Wahllokale schließen jetzt. Die Auszählung kann starten. Die Ergebnisse werden in einer Stunde erwartet. 

17.30 Uhr: Der Countdown läuft. Die Wahllokale schließen in einer halben Stunde. 

15.30 Uhr: Die Wahllokale haben noch zweieinhalb Stunden geöffnet. 

Gewerbegebiet in Mittelstetten: Das sind die Pläne der Gemeinde

Die Pläne für das Gewerbegebiet hatten ihren Ursprung darin, dass man verhindern wollte, dass Windräder dem Ort zu nahe rücken. Daraus wurde damals kein großer Hehl gemacht. Erstmals kam der heute anvisierte Standort für ein Gewerbegebiet nahe der Bundesstraße 2 im Rahmen eines Strukturplans ins Gespräch. Auf der Westseite der Kreisstraße 4 war eine kleinere Gewerbefläche vorgesehen, wegen der gesetzlich vorgeschriebenen Anbindung an die geschlossene Ortschaft sollte noch ein auch zum Wohnen geeignetes Mischgebiet zwischen dem Areal und der eigentlichen Wohnbebauung entstehen.

Diese Idee wurde nach 2014 leicht verändert wieder aufgenommen. Ein Beweggrund war, dass ein Vogacher Unternehmer Interesse an einer Auslagerung oder Erweiterung seines Autohandels angemeldet hatte. Angeblich soll er auch mit Abwanderung gedroht haben, sollten seine Wünsche nicht erfüllt werden.

Eines der fraglichen Grundstücke, die nun östlich der Kreisstraße liegen sollen, soll der Unternehmer bereits erworben haben. Für das andere gibt es demnach eine Kaufoption.

Vor allem die für die Öffentlichkeit undurchsichtige Konstruktion des Grunderwerbs und der Erschließung (zusammen mit dem oder den Eigentümern) führte schließlich zu einer Protestbewegung von Bürgern, die in kürzester Zeit weit mehr Unterschriften als notwendig für ein Bürgerbegehren sammelten.

Die Befürworter des Gewerbegebietes argumentieren vorrangig mit den Gemeindefinanzen. Die Gegner sagen: Nicht jede Gemeinde braucht ein eigenes Gewerbegebiet, Arbeits- und Ausbildungsplätze seien auch in der näheren Umgebung reichlich vorhanden. Es gibt allerdings noch weitere Argumente pro und contra Gewerbegebiet in Mittelstetten. 

Bürgerentscheid zum Gewerbegebiet in Mittelstetten:Das ist die Frage

Soll in der Gemeinde Mittelstetten ein Gewerbegebiet außerhalb des derzeitigen Bebauungsgebiets ausgewiesen werden und soll die Gemeinde Mittelstetten zu diesem Zweck eine Fläche hierfür erwerben?“: So lautet die Frage des Bürgerentscheids. Er richtet sich also nicht nur gegen den jetzt geplanten Standort, sondern im Prinzip gegen alle Unternehmensansiedlungen, die nicht innerorts möglich sind. Das Bürgerbegehren ist angenommen, wenn es mehr Ja- als Nein-Stimmen erhält und es von mindestens 20 Prozent der Wahlberechtigten unterstützt wird. Das Wählerverzeichnis wurde erst am Freitag vor der Abstimmung geschlossen, da noch Sterbefälle und Wegzüge möglich sind. Stand Mitte Juli waren 1369 Mittelstettener wahlberechtigt, das Quorum von 20 Prozent läge dann bei 274 Ja-Stimmen. Es gibt drei Wahllokale: eines in Mittelstetten, eines im Ortsteil Tegernbach und ein drittes als Briefwahllokal in der Verwaltungsgemeinschaft Mammendorf. Die Wahllokale sind am Sonntag, 22 Juli, von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

gar/op/zag

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