Evelyn Dürmeier hatte einen Plan zurOrtsentwicklung beantragt.

Bürger von Mittelstetten werden einbezogen

Dorferneuerung wird wiederbelebt

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Die Dorferneuerung von Mittelstetten soll nach 14 Jahren wiederbelebt werden. Die Bürger sollen in die Planungen einbezogen werden.

Mittelstetten– Evelyn Dürmeier (SPD) hatte bereits Ende November 2017 beantragt, einen Ortsentwicklungsplan zu erstellen. Diesen Vorstoß hatte sie nun in der August-Sitzung des Gemeinderats erneuert. Das Gremium folgte ihrem Anliegen einstimmig.

Gleichzeitig nahm der Gemeinderat die Anregung von Bürgermeister Andreas Spörl (CSU) auf, die Schule für Dorf- und Landentwicklung in Thierhaupten mit einzubeziehen. Unter Umständen soll zu einem noch unbestimmten Zeitpunkt ein mehrtägiges Seminar abgehalten werden, an dem sich Gemeinderat und interessierte Bürger beteiligen könnten. Dieses Seminar könne auf den Erkenntnissen von 2003 und 2004 aufbauen, so Spörl.

Ursprünglich hatte Dürmeiers Antrag auf die Erstellung eines Ortsentwicklungsplanes gezielt. Sie hatte zum einen auf ihren ersten Antrag vom Vorjahr verwiesen, zum anderen auf die Klausurtagung des Gemeinderates im März. „Da hat der Bürgermeister dieses Thema ausschließlich in Form einer eventuellen Wohnbebauung behandelt“, sagte Dürmeier. Vize-Bürgermeister Franz Ostermeier (SPD) habe bei der Klausur die Bildung von Arbeitskreisen angeregt. Ähnlich hatte sich Rathauschef Spörl in der Bürgerversammlung im März geäußert.

Seitdem sei das Thema aber nicht mehr offiziell behandelt worden, sagte die SPD-Gemeinderätin. Daran erinnerte auch Jörg Kühne von der Bürgerinitiative (BI) in der Aktuellen Viertelstunde zu Beginn der jüngsten Gemeinderatssitzung. „Sie haben das versprochen“, wandte sich Kühne direkt an Spörl. Es sei jedoch nicht Aufgabe der BI oder einzelner Bürger, einen Ortsentwicklungsplan zu erstellen. Wie das funktioniere, habe beispielsweise Adelshofen mit seiner Dorferneuerung bewiesen, so Kühne.

Er nehme das Anliegen der BI ernst, erwiderte Bürgermeister Spörl. Daher solle kein Ortsentwicklungs-, sondern ein Gemeindeentwicklungsplan gestaltet werden. „So kommt in die Angelegenheit Struktur“, erklärte Spörl. Es müsse aber jedem klar sein, dass das kein Schnellschuss sein könne. Das müsse über Jahre hinweg sorgfältig entwickelt werden. Andere laufende Vorhaben dürften jedoch dadurch nicht blockiert werden.

Die Gemeinde werde das in die Hand nehmen und die Bürger miteinbeziehen. Sobald eine Terminsetzung möglich sei, würden alle Bürger per Postwurfsendung informiert. „Dann kann keiner sagen, er habe nicht Bescheid gewusst“, so Spörl.

Im Juni 2004 hatte der damalige Gemeinderat beschlossen, eine Entscheidung über die Vergabe eines Planungsauftrages, der für den Einstieg in das staatliche Dorferneuerungs-Programm Voraussetzung gewesen wäre, zu vertagen. Die knapp 7000 Euro an gemeindlichem Finanzierungsanteil für die Überplanung des Altdorfes und die Aufstellung eines Grünordnungsplanes seien nicht zu schultern, meinte damals eine Mehrheit.

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