In einer Kiesgrube übten die Maschinisten der Feuerwehr Mittelstetten: (hinten v.l.) Leonhard Bachmeir, Stefan Mück, Johannes Lais, Trainer Hubert Kolbenschlag, René Waßköng, (vorne v.l.) Johannes Kink, Richard Gebhart, Michael Robeller und Thomas Räthel.
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In einer Kiesgrube übten die Maschinisten der Feuerwehr Mittelstetten: (hinten v.l.) Leonhard Bachmeir, Stefan Mück, Johannes Lais, Trainer Hubert Kolbenschlag, René Waßköng, (vorne v.l.) Johannes Kink, Richard Gebhart, Michael Robeller und Thomas Räthel.

Mittelstetten

Feuerwehr-Maschinisten trainieren offroad

Wenn die Feuerwehr auf dem Weg zum Einsatzort ist, muss es schnell gehen. Daher sind die Fahrer von Feuerwehrfahrzeugen hohem Stress ausgesetzt.

Mittelstetten – Zum Zeitdruck kommen zwei weitere Herausforderungen: das Steuern eines großen Fahrzeugs und die ständige Unsicherheit, ob Autofahrer rechtzeitig Platz machen beziehungsweise wie diese reagieren, wenn die Feuerwehr durch will. Das Risiko für Einsatzfahrzeuge, in einen Unfall mit hohem Sachschaden verwickelt zu werden, ist laut Statistik 17 Mal höher als bei normalen Fahrten. Um für den Notfall gerüstet zu sein, haben acht Maschinisten der Feuerwehr Mittelstetten kürzlich ein Fahrertraining absolviert. Es ging vor allem darum, ein besseres Gefühl für die Abmessungen sowie das Handling des Fahrzeugs zu bekommen und es sicher zu führen.

Ihr Arbeitsgerät war das sogenannte HLF 20, ein größeres Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug. Die Schulung fand in Zusammenarbeit mit MAN-Profidrive statt.

Trainer Hubert Kolbenschlag unterrichtete – natürlich nach erfolgreicher Durchführung eines Corona-Schnelltests – drei Stunden Theorie. Sein Leitsatz war: „Sicherheit vor Schnelligkeit.“ Dann ging es an die Praxis. Anders als bei den zuletzt besuchten ADAC-Fahrertrainings auf befestigten Straßen wurden die Übungen im Off-Road-Gelände durchgeführt. Schwerpunkt war die Gefahrenbremsung und das Ausweichen bei einem Hindernis auf losem Untergrund mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Zudem ging es um verändertes Fahrverhalten durch verschiedene Getriebe- und Sperrmodi auf Geraden, Steigungen und in Kurven. Die Maschinisten übten das Einschätzen eines Bremswegs im Gefälle und bei Berganfahrten, zudem absolvierten sie einen Rückwärtsparcours.

Geübt werden durfte in einer Kiesgrube der Mammendorfer Firma Selmayr. Zuschüsse für die Schulung kamen von der Gemeinde Mittelstetten. Der größte Dank galt aber Trainer Kolbenschlag, der sich einen Tag lang Zeit genommen hatte.

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