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2020 findet die Kommunalwahl statt.

Mittelstetten

Neue Gruppierung ersetzt SPD-Wahlliste

Die neue Wählergruppe „Wir für unsere Gemeinde“ (WUG), die als Ersatz für die bisherige SPD-Liste bei der Gemeinderatswahl 2020 antreten will, ist ausdrücklich offen auch für Sympathisanten anderer Parteien.

Mittelstetten– Dem Vernehmen nach könnte mit Stefanie Keller auch ein Grünen-Mitglied aus Tegernbach bei der Kommunalwahl 2020 für die WUG kandidieren.

Außerdem ist Initiator und Vize-Bürgermeister Franz Ostermeier im Gespräch mit Vertretern der Bürgerinitiative, die sich erfolgreich gegen ein Gewerbegebiet nahe der Bundesstraße 2 gewehrt hatte. Deren Sprecher Werner Fischer will sich zwar nicht aufstellen lassen, möglicherweise zieht es aber Ulrich Waldbach, auch bekannt als Sprecher des örtlichen Asylhelferkreises, in die Kommunalpolitik. Vermutlich sind auch die bisherigen SPD-Räte Alois Bögl und Evelyn Dürrmeier unter den zwölf Kandidaten, die Ende Oktober nominiert werden sollen.

Ostermeier stellte auf Tagblatt-Nachfrage klar, dass seine Bewerbung als Bürgermeister kein Misstrauensvotum gegen Amtsinhaber Andreas Spörl bedeute. „Ich komm’ mit dem Andi gut aus“, betont der 61-Jährige. Sein Ziel sei vor allem, die Mehrheit der CSU im Gemeinderat zu brechen, wenngleich die selten ausgenutzt worden sei. Es sorge aber für transparentere und durchdachtere Entscheidungen, wenn man Mehrheiten suchen und „mit jedem reden“ müsse, statt sich im Zweifel auf die eigene Kraft verlassen zu können.

Mit dem Abschied von der SPD-Liste, auf der zuletzt mit Ex-Vize-Bürgermeisterin Karina Werner nur ein Parteimitglied kandidierte, sieht Ostermeier auch Chancen für ein breiteres Bewerberfeld bei der Kommunalwahl 2020. Auf dem Land sei die SPD für manche eben immer noch „ein rotes Tuch“. Für die Bürgermeister-Wahl erwartet er ein enges Rennen, ein paar Prozentpunkte würden vermutlich den Ausschlag geben. Einen dritten Bewerber aus den Reihen der Wählergruppe Bürgernah/Unabhängig, der heute kleinsten Fraktion im Gemeinderat, erwartet er nicht.

Amtsinhaber Spörl sieht in der WUG „eine Art alternative Sammelliste“. Für eine einheitliche politische Richtung gebe es in der Neugründung viel zu viele Einzelinteressen, sagte er dem Tagblatt.  op

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