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Die Gemeindeverwaltung von Mittelstetten.

Nach der Kommunalwahl 2020

Geschachere um das Amt des Dritten Bürgermeisters von Mittelstetten

In Mittelstetten sind die Weichen für die konstituierende Sitzung des Gemeinderats am Montag, 11. Mai, gestellt.

Mittelstetten – Nach dem Willen des neuen Bürgermeisters Franz Ostermeier (WUG) soll Erwin Lauchner (Wählergemeinschaft Bürgernah und Unabhängig/BU) zum Stellvertreter gewählt werden. Erstmals seit mehr als 18 Jahren soll außerdem wieder ein Dritter Bürgermeister installiert werden.

Die Wahl des 56-jährigen Frührentners gilt als sicher. Die neue WUG – „Wir für unsere Gemeinde Mittelstetten“ – besetzt samt Rathauschef sechs der elf Sitze, die BU drei. Rollstuhlfahrer Lauchner traut sich den Job durchaus zu, höchstens bei Baustellen-Besichtigungen oder ähnlichen Außenterminen im Gelände müsste er möglicherweise Hilfe in Anspruch nehmen oder passen. Lauchner würde 24 Jahre Erfahrung im Ortsparlament mitbringen, außerdem war er nach Ostermeier der Kandidat mit den zweitmeisten Stimmen bei der Wahl.

CSU hält dritten Bürgermeister für unnötig

Einen Dritten Bürgermeister will Ostermeier einsetzen, um die Arbeit auf mehrere Schultern zu verteilen. Er selbst muss noch zwei Tage die Woche in seinem Beruf als Fernmeldetechniker arbeiten. Im Sinne der Transparenz soll das Amt des Dritten Bürgermeisters der CSU – mit vier statt bisher sechs Sitzen die Wahlverliererin – angeboten werden.

Bei der CSU will aber zumindest der frühere Bürgermeister Andreas Spörl nichts von solchen Almosen wissen. Die Amtsgeschäfte in einer 1700-Einwohner-Gemeinde könnten zwei Leute „locker stemmen“, man müsse „keinen Wasserkopf aufblähen“, sagt er. Spörl würde gerne Vize-Bürgermeister werden, eine Konstellation, die für ihn aus fachlicher Sicht Sinn machen würde, die aber wohl aus persönlichen Gründen scheitern werde. Dass ein abgewählter Rathauschef neuer Vize seines bisherigen Stellvertreters wird, hält man bei den beiden Wählergruppen für abwegig. Auch als Dritter Bürgermeister kommt Spörl zumindest für Ostermeier nicht in Frage.

Olf Paschen

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