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Mittelstetten

Großeinkauf auf dem Grundstücksmarkt

 Nach der finanziellen Kraftanstrengung für den neuen Sitzungssaal und die neue Gemeindekanzlei plant Mittelstetten heuer zwar keine großen Investitionen, will aber doch ordentlich Geld ausgeben.

Mittelstetten – Der Gemeinderat beschloss jetzt einstimmig einen Haushaltsentwurf, in dem 600 000 Euro, mehr als ein Drittel des gesamten Vermögenshaushalts, für den Ankauf von Grundstücken eingeplant sind.

Diskutiert wurde über diesen Posten nicht. Es gebe zwar „konkrete Pläne, aber keine öffentlichen“, sagte Bürgermeister Andreas Spörl dem Tagblatt auf Nachfrage. Das Geld könne für ein Gewerbegebiet, für einzelne Bauplätze, aber auch für eine neue Siedlung dienen. Mit einem Teil der Summe sollen außerdem Tauschflächen für einen Radweg an der Bundesstraße 2 erworben werden.

Die Einkommensteuer wird heuer mit deutlich über einer Million Euro das meiste Geld bringen. Die 400 000 Euro Gewerbesteuer sind vorsichtig kalkuliert, in den vergangenen beiden Jahren lag der tatsächliche Erlös um bis zu 20 Prozent höher. Mit insgesamt mehr als einer Million Euro erreichen aber auch die Umlagen für Landkreis und Verwaltungsgemeinschaft neue Höchstwerte, ebenso wie die Nettokosten (280 000 Euro) für das Kinderhaus Konfetti.

Nur noch 80 000 Euro, im Vorjahr über eine halbe Million, sollen als Überschuss erwirtschaftet werden. Die Rücklagen werden wie im Vorjahr um mehr als eine Million Euro abgebaut. Damit bleiben knapp 300 000 Euro als Reserve. Dafür ist Mittelstetten seit vergangenem Jahr schuldenfrei.

Investiert wird heuer in den Breitbandausbau zu den Weilern, mitfinanziert vom Staat, und in die Kanalnetzsanierung, die über die Abwassergebühren gedeckt ist. Die eingeplanten 280 000 Euro für den Straßenbau werden vermutlich nicht abgerufen. Das teuerste Projekt, der Ausbau der Ortsverbindungsstraße von Tegernbach nach Baierberg, muss warten, bis die Nachbargemeinde Mering dafür ebenfalls Geld hat.

Ein hoher sechsstelliger Betrag ist erst wieder für 2019 vorgesehen, wenn Ausbau und Sanierung der Kläranlage beginnen, die über Herstellungsbeiträge der Bürger finanziert werden. Nach bisheriger Planung wird im nächsten Jahr eine Vorauszahlung von 50 Prozent erhoben, der Rest wäre 2020 fällig. Olf Paschen

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