Geldvermögen der Privathaushalte weiter gestiegen
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Mittelstetten hat den Haushalt verabschiedet.

Haushalt

In Mittelstetten wird es finanziell eng

Einen Haushalt ohne Überraschungen hat der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung vor der Wahl einstimmig verabschiedet.

Mittelstetten –  Nachdem die Klärwerks-Ertüchtigung abgeschlossen (wenngleich vom Bürger noch nicht bezahlt) ist, steht heuer nur eine große Investition an: der Ausbau der Straße Richtung Längenmoos. Von den geschätzten Kosten von rund 500 000 Euro trägt der Staat gute 40 Prozent.

Der 4,8-Millionen-Etat von Richard Furtmeier, Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Mammendorf, ist an sich zwar unspektakulär, im Vergleich zu den Vorjahren fallen aber einige Besonderheiten auf. Nach der traditionell größten Einnahmequelle, der Einkommensteuerbeteiligung mit 1,17 Millionen Euro, würden heuer die staatlichen Schlüsselzuweisungen erstmals seit elf Jahren wieder mehr Geld einbringen als die Gewerbesteuer. Die wird auf 400 000 Euro geschätzt, nachdem sie 2019 um rund 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr eingebrochen war.

Ein historisches Novum außerdem: Die Aufwendungen für das Kinderhaus (fast 900 000 Euro) haben die Kreisumlage als größten Ausgabeposten abgelöst. Zwar beteiligt sich der Staat mit knapp 400 000 Euro an den Personalkosten, die Elternbeiträge machen aber nur noch fünf Prozent aus. Wichtigster Grund für die höheren Aufwendungen sind die um 20 Prozent gestiegenen Ausgaben für die Beschäftigten.

Obwohl kaum investiert wird, müssen die ohnehin geschrumpften Rücklagen weiter angegriffen werden. Am Jahresende sollen nur noch gut 500 000 Euro bleiben, vor vier Jahren waren es noch über 2,5 Millionen. Auch der Überschuss aus laufendem Geschäft ist rückläufig: 210 00 Euro bleiben als freie Finanzmittel übrig, 40 Prozent der Erträge von 2017.

„Wir müssen schauen, wo wir das Geld herbringen“, meinte Hans Lais (CSU): „Es wird eng.“ Auch Bürgermeister und Parteifreund Andreas Spörl sieht mit Sorge, dass die Ausgaben stärker steigen als die Einnahmen. Dafür ist Mittelstetten schuldenfrei und braucht nach der Finanzplanung auch in den kommenden Jahren keine Kredite. Kämmerer Furtmeier hält die Haushaltslage der Gemeinde für „sehr gut“. 

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