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In Tegernbach werden elf Bauplätze vergeben

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Ein Bagger steht in einem Baugebiet auf einem Bauplatz
Auf rund 8000 Quadratmetern sollen in Tegernbach elf Einfamilienhäuser entstehen. (Symbolbild) © Thomas Warnack / dpa

Das erste Baugebiet in der Gemeinde Mittelstetten nach der großen Katzenbach-Siedlung ist auf den Weg gebracht. Der Gemeinderat stimmte der Vorplanung für das sogenannte „Hochfeld“ am südlichen Ortsrand von Tegernbach einmütig zu.

Tegernbach - Auf dem knapp 8000 Quadratmeter großen Areal, heute noch eine Wiese, sollen elf Einfamilienhäuser entstehen. Maximal fünf dürfen samt Dachgeschoss eine dritte Etage haben. Über die Hälfte des Baulandes kann die Gemeinde verfügen.

Vor dem Gemeinderat hatte sich die Arbeitsgruppe „Siedlungsentwicklung“, die im Rahmen des Gemeindeentwicklungskonzepts entstanden war, mit dem Vorentwurf beschäftigt. Dort war diskutiert worden, ob es im Ortsteil zweistöckige Häuser braucht. Zu einem Ergebnis kam man nicht. Einerseits ist die bestehende Bebauung meist nicht so hoch, andererseits will man aber Wohnraum schaffen und sparsam mit Flächen umgehen.

Eine Anwohnerin nutzte die Aktuelle Viertelstunde vor der Sitzung, um sich für ausschließlich niedrigere Häuser auszusprechen. Zweistöckige Gebäude würden „oft nur zum Vermieten“ errichtet, also nicht für den Bedarf der Einheimischen. Und dieser Bevölkerungszuwachs wirke sich auf die Wohnqualität aus. „Der Dorfcharakter ist mir wichtig“, sagte sie. „Tegernbach darf nicht schleichend ein Wohnort für Pendler werden.“

„Wenn es schon einen grünen Mittelpunkt gibt, dann sollte man ihn nicht zum Parken nutzen“, Sebastian Klingl (CSU).
„Wenn es schon einen grünen Mittelpunkt gibt, dann sollte man ihn nicht zum Parken nutzen“, Sebastian Klingl (CSU). © tb

Der Gemeinderat diskutierte die Parkplatz-Situation. Klaus Pschebezin (BU) erwartete ein Problem, wenn eine Familie mit zwei Kindern, „also vier Autos“, Freunde zu Besuch hat. Bürgermeister Franz Ostermeier (WUG) entgegnete: „Wir können nicht auf Gemeindekosten überall Parkbuchten hinstellen.“ Drei Stellplätze könnten in der geplanten Grünfläche, zwei weitere in der Verlängerung der Erschließungsstraße angelegt werden.

Die Finger von dem kleinen Park zu lassen, forderte dagegen Sebastian Klingl (CSU): „Wenn es schon einen grünen Mittelpunkt gibt, dann sollte man ihn nicht zum Parken nutzen.“ Klingl hätte sich einen dritten Gebäude-Typ in der Siedlung vorstellen können: Eine Art Toskana-Haus sei „schöner zum Bauen und energetisch günstiger“. Freilich sei das „nicht Tegernbach-like“.

Die zentrale Grünfläche, ein Aufenthaltsbereich mit Bäumen, soll laut Planer ein „Identifikationsfaktor für das Baugebiet“ werden. Erschlossen wird die Siedlung auf der Ostseite, von der Mittelstettener Straße aus. Ein Fuß- und Radweg führt nördlich Richtung Bushaltestelle und Ortsmitte. Die Grundstücke haben eine Mindestgröße von 500 Quadratmetern. Die Immissionsrichtwerte werden auch durch die nahe Stockschützenbahn nicht überschritten. Olf Paschen

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