Hausbau
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Das Baurecht wurde verweigert.

Mittelstetten

Kein Baurecht direkt am Fluss

„So leid es mir tut, Michi, aber das ist nicht machbar,“ meinte Bürgermeister Franz Ostermeier zu einem früheren CSU-Gemeinderat, der als Zuhörer in die Sitzung gekommen war. Der ehemalige Kollege wollte für zwei seiner vier Kinder Baurecht auf einem 1800 Quadratmeter-Grundstück schaffen. Die Parzelle liegt direkt an der Glonn und mit über 90 Prozent im Überschwemmungsgebiet.

Mittelstetten – Selbst wenn die Gemeinde wollte, dürfte sie kein Bauland ausweisen. Und selbst wenn dies – nach einem aufwendigen Verfahren und einer Hochwasser-Freilegung – möglich wäre, müssten im Sinne der Gleichbehandlung die Eigentümer auf beiden Ufern Baurecht erhalten.

Einige Fotos von der letzten größeren Überschwemmung vor über zehn Jahren zeigten zudem, dass die Glonn schon die bestehende, weiter entfernte und höher liegende Bebauung erreichen kann. Und die Wassermengen, so Ostermeier mit Blick auf die jüngsten Katastrophen im Westen Deutschlands, würden ja „nicht weniger“. Wenn man sich Gedanken über Hochwasser-Rückhaltung machen wolle, dann „um Bestehendes zu schützen, nicht um ein neues Baugebiet zu schaffen“. Bei einer Gegenstimme lehnte der Gemeinderat den Wunsch auf Änderung der Ortsabrundungssatzung ab. Ähnliche Anträge hatte der verhinderte Bauherr schon 2004 und 2008 ohne Erfolg gestellt. OLF PASCHEN

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