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Die Kandidaten: (sitzend v.l.)Harald Gschanes, Eike Westernacher-Dotzler, Evelyn Dürmeier, Franz Ostermeier, Stefanie Keller, Renate Anzenhofer, Ramona Mück, Marco Bodin, (stehend v.l.) Heinz Nebl, Werner Kroschner, Roland Staun, Anton Hamperl, Georg Nork, Albert ten Voorde, Ulrich Waldbach, Alois Bögl und Michael Peil. 

Kommunalwahl 2020

Neue Wählergruppe Mittelstetten nominiert Kandidaten

Franz Ostermeier wird bei der Kommunalwahl 2020 Herausforderer von Bürgermeister Andreas Spörl. Die neue Wählergruppe WUG hat ihn mit großer Mehrheit zu ihrem Kandidaten gewählt.

Mittelstetten – Der einzige Herausforderer von Mittelstettens Bürgermeister Andreas Spörl (CSU) ist nun auch offiziell nominiert. 40 von 42 Stimmberechtigten wählten den SPD-Gemeinderat und Zweiten Bürgermeister Franz Ostermeier zum Bewerber der neuen Wählergruppe „Wir für unsere Gemeinde“ (WUG) um das höchste Amt. Sie setzten ihn auch an die Spitze der WUG-Kandidatenliste für die Gemeinderatswahl. Die umfasst 19 Namen, obwohl nur zwölf Mandaten zu vergeben sind. In kleinen Gemeinden können aber maximal doppelt so viele Bewerber aufgestellt werden, wie der Gemeinderat Sitze hat.

Ostermeier (61) machte in seiner kurzen Bewerbungsrede nicht viele Worte. Er werde als Bürgermeister das Rad nicht neu erfinden, allerdings Wert darauf legen, dass alle Gemeinderäte auf dem gleichen Wissensstand seien. Auch unter seiner Führung werde es Entscheidungen geben, die nicht überall populär seien. Aber er hoffe, dass man „danach noch miteinander reden“ könne, statt – wie es heute geschehe – im Schmollwinkel zu sitzen.

Ostermeier, der noch der SPD-Fraktion angehört, hat in seinen 24 Jahren als Gemeinderat drei Bürgermeister erlebt. Einer davon, Ernst Presser, fungierte bei der Nominierung als – gewohnt zügiger – Versammlungsleiter und hatte mit Otti Graf sogar eine frühere Gemeinderätin als Auszählhilfe. Die beiden Ehemaligen kann man im März allerdings nicht auf der Liste ankreuzen. Dafür kandidieren die amtierenden SPD-Gemeinderäte Evelyn Dürrmeier (Platz 2) und Alois Bögl (19) sowie der fraktionslose Heinz Nebl (3), der früher ebenso wie Bögl der Wählergruppe Bürgernah/Unabhängig angehörte. Eine SPD-Liste wird es im kommenden Jahr nicht mehr geben.

Viele bekannte Namen finden sich auf der Liste

Weitere bekannte Namen auf der Liste: Die Vorsitzende des Sportvereins, Renate Anzenhofer und Uli Waldbach, Sprecher des Asylhelferkreises. Mit Stefanie Keller ist auch ein Mitglied der Grünen dabei. Sieben von 19 Kandidaten sind weiblich, was – wie Ostermeier anmerkte – bei anderen Listen wohl Neid hervorrufen werde. Gemeint war die CSU, die nur eine Frau neben 13 Männern aufgestellt hat. Außerdem werde man vermutlich den jüngsten und den ältesten Kandidaten stellen: Marco Bodin, Sohn der Brotladen-Betreiberin ist erst 18, Harald Gschanes aus Vogach zählt 79 Jahre. Vertreten sind außerdem alle Ortsteile außer Oberdorf.

Hier finden Sie alle Infos zur Kommunalwahl 2020 im Landkreis auf einen Blick. 

Bei der Aufstellungsversammlung durfte grundsätzlich jeder Mittelstettener mitwählen – mit Ausnahme der beiden Gäste von der BU, die auf ihrer eigenen Liste kandidieren werden. Auch dies ist ein Unterschied zur CSU, die sogar unter Ausschluss der Öffentlichkeit ihre Kandidaten nominiert hatte. Ein Wahlprogramm will die WUG bei insgesamt vier Veranstaltungen im Februar und März vorstellen. Thema soll vor allem das Ortsentwicklungskonzept sein und die Frage, wie Bevölkerung und Infrastruktur moderat wachsen können. Weitere Anregungen seien aber immer willkommen, sagte der neue Bürgermeisterkandidat: „Wir sind offen für alles.“

Alle Kandidaten auf einem Blick

1. Franz Ostermeier 2. Evelyn Dürrmeier 3. Heinz Nebl 4. Stefanie Keller 5. Michael Peil 6. Renate Anzenhofer 7. Georg Nork 8. Ramona Mück 9. Uli Waldbach 10. Carina Lugauer-Kuon 11. Anton Hamperl 12. Eike Westernacher- Dotzler 13. Albert ten Voorde 14. Marco Bodin 15. Werner Kroscher 16. Roland Staun 17. Harald Gschanes 18. Manfred Kiser 19. Alois Bögl

Olf Paschen

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