Die Gemeindeverwaltung von Mittelstetten.
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Bei einer mehr als dreistündigen Vorstellungsrunde im Sitzungssaal präsentierten die Sprecher der Kleingruppen eine Art Bestandsaufnahme sowie Pläne und Wünsche für die Zukunft.

Ergebnis aus Arbeitsgruppen

Mehr Kultur und Kaugummi: So soll die Zukunft Mittelstettens aussehen

Die Arbeitsgruppen zum Gemeindeentwicklungskonzept, die sich wegen Corona nur in kleiner Besetzung treffen konnten, haben ihre ersten Ergebnisse vorgelegt.

Mittelstetten – Bei einer mehr als dreistündigen Vorstellungsrunde im Sitzungssaal präsentierten die Sprecher der Kleingruppen eine Art Bestandsaufnahme sowie Pläne und Wünsche für die Zukunft.

Die Gruppe für Freizeit und Naherholung ist mit dem Sportangebot in der Gemeinde relativ zufrieden. Es gibt mit dem SV einen Fitness- und Hallensport-Verein, die Grashoppers als Freizeitfußballer, zudem drei Pferdehöfe. Für eher mau hält man trotz Chorgemeinschaft das kulturelle Angebot. Ein oft genannter Wunsch war ein Mehrzweckraum, größer als der Gemeinderatssitzungssaal. Der Raum soll mehrere Tage genutzt werden können, ohne jeden Abend aufräumen zu müssen.

Busverbindung ist zufriedenstellend

In puncto Mobilität gelten die Busverbindungen als zufriedenstellend. Für Pendler seien aber 25 Minuten Fahrtzeit zum Bahnhof in Mammendorf wenig attraktiv. Außerdem bleiben Radwege ein großes Thema. Der angedachte an der B 2 scheitert seit Jahren am fehlenden Grund. Und die vom Gemeinderat gebilligte Zubringung innerorts neben die Kreisstraße wird wohl nochmals diskutiert.

Beim „Unterstützungsbedarf vor Ort für den Ort“, so das Thema einer weiteren Gruppe, gilt die Grundversorgung durch den Brotladen als gesichert. Bedarf besteht aber offenbar an einem Hofladen. Möglich wäre auch eine Kartoffel- oder Gemüsekiste mit Selbstbedienung und -bezahlung. An Nachbarschaftshilfe scheint es bisher nicht zu fehlen. Die zuletzt angebotene Corona-Hilfe wurde kein einziges Mal in Anspruch genommen. Die für Energie und Klimaschutz zuständige Arbeitsgruppe stellt sich mehr gemeindliche Solardächer und Zuschüsse für private Photovoltaikanlagen vor.

Der Kaugummi-Automat soll erhalten werden

In einer Arbeitsgruppe (Kindergarten und Schule) hatten die Jüngeren das Sagen. Die Hortkinder stellten nach einem Dorfspaziergang fest, dass sie lieber das kleine Abenteuer im Wald suchen würden als „bewacht“ auf einem Spielplatz rumzutoben. Außerdem wichtig: der Erhalt des Kaugummi-Automaten am Dosch-Stadel.

Zwei Arbeitsgruppen – „Dorfgestaltung und Heimatgefühl“ sowie „Barrierefreiheit und Sicherheit“ – berichten urlaubsbedingt erst am 2. Oktober. Anschließend wird das Planungsbüro, das beratend am Gemeindeentwicklungskonzept mitwirkt, die ersten Ergebnisse zusammenfassen. Ob danach wieder Workshops zu den vier ursprünglichen Themen stattfinden oder in kleineren Gruppen weitergearbeitet wird, steht noch nicht fest.

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Olf Paschen

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