Das Rathaus in Mittelstetten.
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Das Rathaus in Mittelstetten.

Immer mehr Autos

Unterschriften gesammelt: Mittelstettener fordern Verkehrsberuhigung

Fast 300 Mittelstettener haben eine Petition zur Verkehrsberuhigung der Kreisstraße unterzeichnet. Die Unterschriften wurden nun dem Bürgermeister übergeben – inklusive Verbesserungsvorschlägen.

Mittelstetten – Mit 295 Namen haben die Petition weit mehr Leute unterzeichnet als die Mittelstettener Hauptstraße Anwohner zählt. In der Aktuellen Viertelstunde der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde der Forderungskatalog an Rathauschef Franz Ostermeier (WUG) überreicht. Mangels eigener Zuständigkeit – es handelt sich um eine Kreisstraße – wird der Bürgermeister die Petition an das Landratsamt weiterleiten.

Jeder dritte Bewohner hat unterschrieben

Die besorgten Bürger, fast jeder dritte Bewohner des Hauptortes, listen in ihrem Papier eine Vielzahl von möglichen Verbesserungen auf: So etwa fest installierte Geschwindigkeitsanzeigen und häufigere oder sogar ständige Tempo-Überwachungen, die dann auch ein Bußgeld nach sich ziehen könnten. Generell sollte die Geschwindigkeit durch den Ort nach ihren Vorstellungen auf 40 Stundenkilometer beschränkt werden, auch Parkbuchten, sogenannte Speed-breaker oder Zebrastreifen könnten das Tempo reduzieren.

Als neuralgischen Punkt machen die Unterzeichner unter anderem die Bushaltestelle auf Höhe der Muthilostraße aus. Dort endet der Gehweg auf einer Straßenseite und wird auf der anderen fortgesetzt. Im äußersten Fall könnten sich die Unterzeichner der Petition, denen es auch um eine Lärmminderung geht, sogar eine Umgehungsstraße um Mittelstetten vorstellen.

Messungen in der Vergangenheit, deren Ergebnisse dem Schreiben beigefügt wurden, haben in der Tat gezeigt, dass besonders am Ortsausgang Richtung Bundesstraße erheblich zu schnell gefahren wird. Bei einer Messung im Sommer war jedes zweite Kraftfahrzeug zu schnell, der eiligste Raser brachte es auf 128 Stundenkilometer.

Verkehr hat deutlich zugenommen

Unwidersprochen dürfte auch der Eindruck bleiben, dass in den vergangenen zwei Jahren der Verkehr in Mittelstetten deutlich zugenommen hat. Die Unterzeichner führen das auch auf Maut-Vermeider unter den Lastwagenfahrern zurück und auf Biker, denen die Ortsdurchfahrt auf einschlägigen Internet-Seiten als „kurvenreiche Fun-Strecke“ empfohlen wird.

Die Gemeinde selbst hat auf der Kreisstraße keine Handhabe und konnte dort bisher nur ihre mobile Geschwindigkeitsanzeige aufstellen. Über einzelne Verbesserungen müsste das Landratsamt Fürstenfeldbruck entscheiden. Eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf einer Durchgangsstraße gilt aber als äußerst unwahrscheinlich. (op)

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