Bürgerin hatte Kot-Station beantragt

Hundeklos auch für die Ortsteile

Mittelstetten – Große Debatte über ein kleines Thema: Die von einer Bürgerin beantragte Aufstellung einer Hundekotstation im Ortsteil Längenmoos hat den Gemeinderat beschäftigt.

Bürgermeister Andreas Spörl (CSU) hatte für die Sitzung aktuelle Daten mitgebracht: So gibt es im Hauptort für seine 66 „zahlenden Hunde“ drei Toiletten, für die 46 Ortsteil-Zamperl aber keine einzige. Spörl mahnte nur eine sensible Standortwahl an, will also die im Sommer manchmal streng riechenden Sammelstellen nicht etwa neben dem Garten eines Hundehassers platzieren.

Gebhard Dörr (CSU) sah durch die künftigen Bauhof-Exkursionen zur Leerung nach Längenmoos einen Aufwand, den man vielleicht auf die Hundesteuer umlegen müsse. Parteifreund Michael Robeller aus dem bisher toilettenlosen Vogach war „für alles, was den Dreck weg-bringt“, sah aber angesichts verkoteter Wiesen „Umweltverschmutzung nicht hart genug geahndet“. Was wiederum Hundehalterin Evelyn Dürrmeier (SPD) aufbrachte: Nur wegen ein paar schwarzen Schafen werde hier ein Thema aufgebauscht.

Das Hundeklo in Längenmoos wurde schließlich mit großer Mehrheit gebilligt.

von Olf Paschen

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