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Mittelstetten

Klohäusl am Bauwagen abgelehnt: Weiter Wildbieseln am Waldrand

 Wen von den Bauwagen-Besuchern ein dringendes kleines Bedürfnis plagt, der muss auch künftig im Wald nebenan Erleichterung suchen. 

Mittelstetten –Denn der Gemeinderat in Mittelstetten hat einen Vorschlag von Erwin Lauchner (BU) abgelehnt, den Jugendlichen an ihrem Treffpunkt in der Nähe der Kläranlage ein Dixi-Klo zu spendieren. Die jungen Leute haben zwar mit einem Schild und der Aufschrift „OO“ selbst eine kleine Sanitärzone unter den Bäumen ausgewiesen. Doch nach Lauchners Meinung reicht der Pinkelplatz nicht mehr. Gerade die Mädchen, und das hätten ihm auch Eltern bestätigt, wünschten sich ein Toilettenhäuschen. Solche Dixi-Klos würden für angeblich 20 Euro pro Woche inklusive Leerung und Reinigung angeboten. Die jungen Leute würden außerdem die Hälfte der Unkosten selber tragen.

Widerspruch von allen Seiten

Doch Widerspruch kam von allen Seiten. Hans Lais (CSU) warf dem BU-Kollegen vor, sich nur profilieren zu wollen: „Es ist immer chic, was zu fordern, was die Gemeinde zahlen soll.“ Franz Ostermeier (SPD) hielt auch mit Blick auf die eigene Vergangenheit das Ansinnen für überflüssig. „Wenn die heute nicht mehr trinken als wir damals“. Diese Befürchtung schien allerdings Bürgermeister Andreas Spörl (CSU) zu hegen, der ein bedenkliches Gesicht zog. Er wisse, „in welchem Zustand sich manchmal die Besucher befinden“, in einem halben Jahr werde die mobile Toilette im Wald liegen oder gleich in der nahen Glonn.

Glasscherben auf der Straße

Die Bauwagen als Treffpunkte oder „Selbstverwirklichungszonen“, wie es Spörl gegenüber dem Tagblatt formuliere, sind zwar allgemein nicht dafür bekannt, dass dort Schach gespielt oder über Literatur diskutiert wird. Aber zuletzt müssen die Jugendlichen etwas über die Stränge geschlagen haben. Ausgerechnet an einem Samstag, am Tag nach einer Feier, lagen Glasscherben auf der nahen Straße Richtung Bauhof. Und der dortige Wertstoffhof samt Grüngutcontainer gilt nach oder noch vor dem Wirtshaus als meistbesuchte Örtlichkeit in Mittelstetten, zumindest an Samstagen.

Er habe den jungen Leuten ohnehin schon die Gelbe Karte gezeigt, sagte Spörl im Gemeinderat, sie jetzt noch „mit einem Klo zu belohnen“ sei der falsche Weg. Ein Weg zu einem stillen Örtchen könnte sich aber zumindest an den Freitagabenden anbieten, wenn auch im nahen Vereinsheim Betrieb ist. Dort treffen sich auch die „Grashopper“ und ihr Vorsitzender Lauchner. (op)

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