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Bürger besichtigten den neuen Sitzungssaal des Gemeinderats, in dem auch die Chorgemeinschaft proben wird.

Tag der offenen Tür zur Einweihung 

Licht an im neuen Rathaus

Das neue Rathaus in Mittelstetten ist fertig. Bei einem Tag der offenen Tür konnten sich die neugierigen Bürger die Räume ansehen.

Mittelstetten – „Ich hab’ das nicht gemacht, das war schon vorher“, versicherte Quirin (8), der am Aufgang zum Bürgermeisterzimmer an einem lockeren Geländer rumspielte. Und um Pfusch am Neubau handelte es sich auch nicht, denn die Treppe gab es schon im alten Lehrerwohnhaus, das nun der Öffentlichkeit erstmals in seiner neuen Funktion vorgestellt wurde. Einige Dutzend Mittelstettener besichtigten am Tag der offenen Tür den künftigen Sitzungssaal des Gemeinderats und das geräumige neue Reich ihres Bürgermeisters und von dessen Sekretärin. Und den früheren, spartanisch eingerichteten Treffpunkt der Politiker nebenan, der zum gemütlichen Gruppenraum des Kindergartens geworden ist.

Innen ist schon alles fertig, draußen wird noch gearbeitet: Das neue Gemeindezentrum von Mittelstetten lockte viele Neugierige beim Tag der offenen Tür an.

Am Schnuppertag konnte man sich noch nicht so recht vorstellen, wie künftig Entscheidungen gefällt werden. Der Saal war unmöbliert bis auf ein paar Tische mit Schnittchen, Saft und Sekt. Nur Kruzifix, Ortsplan und eine gemalte Weltkarte (aus dem Internet bestellt) schmückten das neue Gemeindezentrum. Dort wird künftig auch häufiger das Klavier der Chorgemeinschaft stehen als die Sessel der Gemeinderäte. Die Sänger treffen sich anders als die Politiker wöchentlich.

Nach der Segnung durch Pfarrer Michael Würth und einem Ständchen der „Katzengruppe“ des Kindergartens führte Bürgermeister Andreas Spörl einige Besucher durch das Gebäude. Gedarbt werden muss künftig jedenfalls nicht, gibt es doch gleich zwei Teeküchen, von denen die untere „Ratskeller“ genannt wird. Oben residiert der Chef dieses Rathauses, gegenüber liegt das „Bürgerbüro“ seiner Sekretärin Maria Riepl.

Spörl erinnerte in einer kurzen Ansprache an die „nervenaufreibenden Diskussionen“ über das Projekt im Gemeinderat, an den kurzzeitigen Baustopp und an Überraschungen wie den Öltank im Erdreich. Auch manche Kritik aus der Bevölkerung an einem „in den Dreck gebautes Vogelhäuserl“ griff er auf. Das Ergebnis aber könne sich wirklich sehen lassen.

„Schee is scho“, meinte auch ein Besucher auf Nachfrage zum Tagblatt. „Aber was das gekostet hat!“ Nach dem letzten, aber noch nicht abschließenden Stand sind es 900.000 Euro.

von Olf Paschen

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