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Mittelstetten: Mobile Luftreiniger für Schule und Kita - am liebsten gemietet

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Von: Ulrike Osman

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Luftreiniger im Klassenzimmer
Der Gemeinderat Mittelstetten will Luftreiniger für Klassenzimmer und Kita mieten. (Symbolbild) © Annette Riedl/dpa

Schule und Kindergarten in Mittelstetten sollen mit mobilen Luftreinigern ausgestattet werden. Priorität hat für den Gemeinderat das Leasing solcher Geräte.

Mittelstetten - Der Gemeinderat stimmte nach einiger Diskussion jetzt der Anschaffung von insgesamt neun Geräten zu, die nach Möglichkeit für drei Jahre geleast, eventuell auch nur für einige Monate gemietet werden sollen. Langfristig soll für beide Gebäude aber eine stationäre Raumlüftung zur Verfügung stehen – entweder zentral gesteuert oder für die Räume einzeln. Ein Ingenieurbüro soll dafür die technischen Voraussetzungen und die Kosten prüfen.

Trotz eines schließlich einstimmigen Beschlusses schien niemand so recht glücklich über die Entscheidung. Bürgermeister Franz Ostermeier (WUG) hatte zwar die Vorlage der Verwaltung, die ausdrücklich keine Mobil-Reiniger vorsah, noch korrigiert, war aber nach seinen Worten selbst „absolut nicht davon überzeugt“. Nur werde man dem öffentlichen Druck, dem „Hype“ um die Luftfilter, eben nicht mehr auskommen.

Fraktionskollege Michael Peil sprach von einem „Dilemma“, sich jetzt ohne ausreichende Sachkenntnis zwischen Pest und Cholera entscheiden zu müssen. „Seit eineinhalb Jahren gibt es Corona und jetzt müssen wir in vier Wochen schauen, dass wir die Luft sauber kriegen“, schimpfte auch Michael Robeller (CSU).

Leasen hat Priorität

Priorität hat für den Gemeinderat der Mietkauf von vier Geräten für die Klassenzimmer und weiteren fünf für die Kita-Gruppenräume. Nur falls diese Beschaffung scheitern würde, soll versucht werden, Luftreiniger lediglich für mehrere Monate zu mieten – dies dann allerdings ohne staatliche Zuschüsse.

Leih-Geräte scheinen allerdings nicht gerade den Markt zu überschwemmen: Von 30 Firmen, die er angeschrieben habe, hätten nur drei geantwortet, berichtete Bürgermeister Ostermeier. Falls auch das nicht funktioniert, soll der Gemeinderat noch einmal über einen Kauf beraten.

Ein Ingenieurbüro, das eine fest eingebaute raumlufttechnische Anlage untersucht, wurde noch nicht beauftragt. Von sich aus hat allerdings Werner Fischer, ehemaliger Sprecher der Gewerbegebiets-Gegner und selber vom Fach, eine kostenlose Prüfung angeboten.  os

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