Von den damaligen Isar-Amperwerken ging das Trafohäuschen 1988 über an den Landesbund für Vogelschutz. Seit 1992 wird es als Kinderstube für Turmfalken-Nachwuchs genutzt. Jetzt, im Jahr 2021, ist es rundum saniert.
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Von den damaligen Isar-Amperwerken ging das Trafohäuschen 1988 über an den Landesbund für Vogelschutz. Seit 1992 wird es als Kinderstube für Turmfalken-Nachwuchs genutzt. Jetzt, im Jahr 2021, ist es rundum saniert.

Mittelstetten

Trafohäuschen: Kinderstube für Turmfalken in neuem Glanz

Mittelstetten – Seit 1992 ist das alte Trafohäuschen bei Mittelstetten Kinderstube für Turmfalken-Nachwuchs. Im Laufe der Zeit sind hier mehr als 100 Greifvogelkinder groß geworden.

Mittelstetten - Nun hat der Landesbund für Vogelschutz (LBV) mit einer Firma die in die Jahre gekommene Fassade erneuert. Einen Teil der Kosten haben die Gemeinde und ein ansässiger Betrieb übernommen. Wie wichtig das Trafohäuschen für die heimische Vogelwelt ist, zeigt eine kleine Sensation: In der Brutsaison 2020 haben zum ersten Mal auch Schleiereulen ihren Nachwuchs hier aufgezogen – im selben Nistkasten wie das Turmfalkenpaar.

Karl Rössle, Vorstandsmitglied des LBV Fürstenfeldbruck und seit mehr als 35 Jahren ehrenamtlich aktiv, betreut das Trafohäuschen, seit es die Isar-Amper-Werke 1988 an den gemeinnützigen Verein überschrieben haben: „Uns war gleich klar: Das ist eine ideale Brutstätte für Greifvögel. Eigentlich dachten wir dabei an Schleiereulen, die Turmfalken waren jedoch schneller. Es war eine echte Überraschung, dass im vergangenen Jahr auf einmal auch Schleiereulen dort gebrütet haben.“

Seit 1992 wird es als Kinderstube für Turmfalken-Nachwuchs genutzt. Jetzt, im Jahr 2021, ist es rundum saniert.

Das Dach des turmartigen Gebäudes hatte der LBV bei Übernahme des Häuschens neu eingedeckt. Jetzt war es Zeit, die Fassade zu sanieren.

Fachleute einer Firma für Altbausanierung entfernten mit der Hilfe von Karl Rössle den wuchernden Efeu samt Wurzelstock, befreiten den Sockel vom Moos, erneuerten einen Teil der Regenrinne und besserten das Mauerwerk aus. Schließlich wurde grundiert und gestrichen. Auch die Tür bekam neue Farbe ab. Die beiden handgefertigten Nistkästen sowie das Bienenhaus in der Holzverkleidung blieben unangetastet. Bleibt die Frage, ob in diesem Jahr neben den Turmfalken die Schleiereulen zum Brüten in das Trafohäuschen zurückkehren.

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