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In Mittelstetten gibt es eine neue kommunalpolitische Gruppierung namens „Wir für unsere Gemeinde“. Ihr Bürgermeisterkandidat bei der Kommunalwahl heißt Franz Ostermeier

Kommunalwahlen in Mittelstetten

Vize will Bürgermeister entthronen

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In Mittelstetten gibt es eine neue kommunalpolitische Gruppierung namens „Wir für unsere Gemeinde“. Ihr Bürgermeisterkandidat heißt Franz Ostermeier, sitzt für die SPD im Gemeinderat und ist Stellvertreter von Rathauschef Andreas Spörl.

MittelstettenFranz Ostermeier sitzt seit 23 Jahren im Gemeinderat. Und jetzt will er auf den Chefsessel. „Bei den Kommunalwahlen 2008 und 2014 wäre es dienstlich und privat nicht möglich gewesen, als Bürgermeister zu kandidieren“, sagt der 61-Jährige. Aber jetzt sei es machbar und er entschlossen.

Erster Schritt war Ende Juli in einer nicht öffentlichen Sitzung die Gründung der Gruppierung „Wir für unsere Gemeinde“, kurz WUG. Rund ein Dutzend interessierter Bürger sei dabei gewesen, berichtet Ostermeier. Einige standen mal auf der SPD- oder einer anderen Wahlliste, andere hatten noch nichts mit der Kommunalpolitik zu tun. Mitmachen könne jeder, „wir würden auch einen CSUler nehmen“, sagt der 61-Jährige und lacht.

Hintergrund der neuen Gruppierung ist, dass es die SPD-Liste bei den Kommunalwahlen am 15. März 2020 nicht mehr geben wird. In Mittelstetten wohnt nur ein SPD-Mitglied, alle anderen standen als Parteifreie auf der SPD-Liste. Weil das eine Mitglied immer älter wird und der Unterbau fehlt, entschloss man sich, eine neue Gruppierung zu gründen. Derzeit besetzt die SPD mit Ostermeier, Evelyn Dürmeier und Alois Bögl (der von der Gruppierung „Bürgernah und unabhängig“ zur SPD gewechselt war) drei der zwölf Sitze im Gemeinderat.

Ziel der Wählergruppierung WUG sei es, so Ostermeier, „allen Bürgern eine deutliche Alternative zu den im Ort etablierten Parteien zu bieten“. Sachpolitik solle im Vordergrund stehen, man wolle das Wohl aller Gemeindeteile im Blick haben.

Franz Ostermeier sitzt für die SPD im Gemeinderat.

Ostermeier saß immer als Parteifreier für die SPD im Gemeinderat und will auch in Zukunft parteilos bleiben. Vor vielen Jahren sei er mal kurz CSU-Mitglied gewesen – „leider“. Ihm ist wichtig, „Kommunalpolitik zum Anfassen und Mitmachen für alle Bürger“ zu realisieren.

Rathauschef Andreas Spörl (CSU) hat der Vize-Bürgermeister schon Ende Mai über seine Pläne informiert. „Er wusste es als Erstes. Das gebietet die Fairness. Wir haben bisher gut zusammengearbeitet und werden das auch weiter tun“, betont Ostermeier. Offiziell aufgestellt werden soll Spörls Gegenkandidat Ende Oktober – mit der WUG-Liste. Mindestens zwölf Listenkandidaten will man aufbieten. Bis zu dieser Versammlung wird am Programm gearbeitet.

Der 61-jährige Ostermeier ist verwitwet, hat zwei Söhne (23 und 17 Jahre alt) und lebt seit seiner Geburt in Mittelstetten. Als Beamter ist er bei einem Tochterunternehmen der Deutschen Bahn unter anderem für Fernmeldetechnik zuständig. In der Freizeit ist er mit seinem E-Bike auf Tour.

Spörl hatte schon zur Halbzeit seiner Amtszeit bekundet, dass er wieder antreten will.Und das später nochmals bekräftigt. Mehr zu den Kommunalwahlen im Landkreis Fürstenfeldbruck erfahren Sie in einem Übersichtsartikel.

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