Kaum noch eine S-Bahn fährt in München - Das sind die Ausweichmöglichkeiten

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Der Preisträger umringt von den Juroren (v.l.) Anke Müller, Anastasios Voulgaris, Ferdinand Huber, Rashana Rebecca Jennings und Gabriele Albert-Wurst.

Talentwettbewerb

Modeschöpfer (16) überzeugt Jury

Vielleicht tritt Ferdinand Huber aus Mittelstetten mal in die Fußstapfen von Modezar Karl Lagerfeld. Der erste Schritt, mit dem zweiten Platz in einem Talentwettbewerb, ist schon mal gemacht. 

Mit den Stimmen seiner Mitschüler, der Hilfe seiner Mutter und etwas Glück hat es Ferdinand Huber (16) aus Mittelstetten geschafft: Mit seinem Blumenkleid im Stile der 1950er Jahre kam er bis ins Finale eines Talentwettbewerbes für Modeschöpfer. In der Zwischenrunde hatte er sich noch gegen 25 Kandidaten durchsetzen müssen. Nun stellte sich Huber in einem Fotostudio am Münchner Stadtrand der Prüfung von drei Juroren.

Innerhalb einer Stunde galt es, eine Sonnenbrillenhülle aus Leder zu fertigen, die möglichst noch besser aussehen sollte als die seiner zwei Mitbewerber. Was sich nach einem harten Kampf anhört, habe sich am Ende gar nicht so angefühlt. „Es war eigentlich total locker“, sagt Ferdinand Huber. „Die Juroren waren super freundlich und wir haben eher zusammengearbeitet als gegeneinander konkurriert.“

So ließ sich auch eine kurze Notlage bald lösen: Weil Ferdinand mit einer Bügeleinlage nicht zurechtkam, hatte er wichtige Zeit verloren. „Also habe ich einfach geschaut, wie es die anderen machen und habe sogar Hilfe von der Jurorin bekommen.“ Am Ende war er mit seinem Produkt dann aber zufrieden, zumal es für den zweiten Preis gereichte hat.

Doch bei dem Gymnasiasten ist keine Spur von Ärger zu erkennen. „Ich freue mich auch total für die anderen. Gut waren wir nämlich alle.“ Allein schon wegen der Erfahrung sei es wert gewesen, bei dem Contest mitgemacht zu haben. Und zu verachten sei der zweite Preis, eine professionelle Nähmaschine, auch nicht. „Es ist Wahnsinn, was die alles kann.“ In Hubers Mittelstettener Atelier wird sie eine alte Maschine ersetzen, die er schon seit seinem zehnten Geburtstag besitzt.

von Gabriel Kroher

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