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Fünf Frauen, ein Brunnen: Vor dem Osterfest schmücken Magda Schebesta (weiße Mütze) und ihre Mitstreiterinnen seit zehn Jahren Mittelstettens Osterbrunnen.
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Vorbereitung ist alles: Vor dem Schmücken binden die Frauen Buchs, Weidenkätzchen und Kirschzweige zu Bündeln.
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Anschließend befestigen sie die Gebinde an dem kuppelförmigen Metallgestell.
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Ist die erste Dekoration befestigt, heben die Helferinnen das Metallgestell auf den Betonring.
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Jetzt kann das eigentliche Schmücken beginnen. Das Gestell des Osterbrunnens verschwindet nach und nach unter saftig-grünen Zweigen.
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Nun fehlen noch die bunten Eier-Girlanden als Farbtupfer. Magda Schebesta hebt sie vorsichtig aus einer Kiste.
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Fertig – zumindest vorerst. In der Woche vor Ostern werden die Mittelstettener Hortkinder noch bemalte Eier in den Brunnen hängen.

Brauch feiert zehnjähriges Jubiläum

Schritt für Schritt: So bauen sie Mittelstettens Osterbrunnen

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Mittelstetten hat seit zehn Jahren einen bunt geschmückten Osterbrunnen. Wir waren beim Dekorieren dabei und haben alle Schritte in einer Fotostrecke festgehalten.

Mittelstetten – Ein bunter Osterbrunnen für Mittelstetten – diese Idee fand Adi Schebesta von Anfang an gut. Zehn Jahre ist es her, dass der Vorsitzende des Vereins Ländlicher Garten Mittelstetten mit den anderen Mitgliedern Ideen diskutierte, die Gemeinde zu verschönern. Sein Vorschlag mit dem Osterbrunnen begeisterte seine Mitstreiter sofort.

Als gebürtiger Oettinger kannte Schebesta die Tradition der geschmückten Brunnen zu Ostern. Mit seiner Frau Magda fuhr er bis zum nächsten Osterfest einige Male in seine schwäbische Heimat. Ihre gesammelten Inspirationen teilten die Schebestas mit den anderen Vereinsmitgliedern. Die waren sich einig: Wir bauen und schmücken einen Brunnen.

Die Vorbereitungen für den Brunnen beginnen drei Tage vor dem Aufbau

Ist die erste Dekoration befestigt, heben die Helferinnen das Metallgestell auf den Betonring.

Der erste Versuch vor zehn Jahren lief zwar gut, aber nicht ganz perfekt. „Beim ersten Mal machten wir den Brunnen daheim fertig und schleppten ihn her. Das war vielleicht eine Anstrengung“, erinnert sich Adi Schebesta und lacht. Die Brunnenbauer lernten dazu. In diesem Jahr trafen sie sich auf dem Platz vor dem Hort der Schule und schmückten den Brunnen an Ort und Stelle.

Der erste Osterbrunnen vor zehn Jahren begeisterte die Mittelstettener. Zur Einweihung gab es einen Sektempfang mit dem Bürgermeister und zahlreichen Gästen. Zum diesjährigen Jubiläum geht es ruhiger zu. „Wir wissen, dass den Menschen der Brunnen gefällt. Das reicht uns“, meint Adi Schebesta „Wir hatten bisher nur positive Rückmeldungen“, sagt seine Frau.

Die Grundkonstruktion des Brunnens bewährte sich im Laufe der Zeit. Auf einem Betonring steht ein kuppelförmiges Metallgestell mit sechs Beinen. Daran binden die Frauen die Gewebe aus Buchs, Weidenkätzchen und Kirschzweigen. Das Material spenden Freunde des Vereins.

Die Vorbereitungen für den Osterbrunnen beginnen drei Tage vor dem Aufbau. In der Küche der Schebestas schneiden drei Vereinsmitglieder Zweige klein, dann binden sie die Äste zu Büscheln. Für den endgültigen Aufbau sind diese Vorbereitungen wichtig. „Es ist kalt. Da wollen wir schnell fertig werden“, sagt Magda Schebesta. Binde man die Büschel vor Ort, würde der Aufbau Tage dauern.

Ganz fertig wird Mittelstettens Osterbrunnen erst kurz vor dem Fest

Fertig – zumindest vorerst. In der Woche vor Ostern werden die Mittelstettener Hortkinder noch bemalte Eier in den Brunnen hängen.

Heuer kamen vor dem Hort fünf Frauen zusammen. Ideal wären sechs – eine für jeden Gerüstarm. Renate Bauer war zum ersten Mal dabei. „Ich mag den Osterbrunnen schon seit Jahren. Als Magda mich fragte, war ich sofort dabei“, berichtete sie.

Neben den Frauen standen drei Kisten, zwei große Beutel und vier Säcke voller Material. „In drei, vier Stunden sind wir damit durch“, sagte Magda Schebesta. Sie gab Anweisungen, hat korrigiert. „Nicht zu dick“, mahnte sie öfters. „Ohne Magda ginge nichts“, sagte Neuling Renate Bauer. An die Zweige hefteten die Frauen die obligatorischen Ostergirlanden aus Plastikeiern. Die hatten die Frauen aufwendig selbst bemalt. In drei Reihen um das Gestell gelegt, gaben sie dem Brunnen den letzten Schliff.

Vereinschef Adi Schebesta hielt sich beim Aufbau bewusst zurück. „Mein Mann hat zwei linke Hände“, sagt Magda Schebesta. „Er kann nicht helfen. Dafür kümmert er sich um Essen und Getränke. Das ist auch wichtig.“

Ganz fertig wird der Brunnen allerdings erst in der Woche vor Ostern. Dann bemalen die Hortkinder Eier und hängen sie in den Brunnen. „Darauf freue ich mich schon“, sagt Adi Schebesta.

von Christian Masengarb

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