Freiwillige gesucht

Schulweghelfer sollen Tegernbacher Kindern Sicherheit geben

Mittelstetten – Im Ortsteil Tegernbach sollen Schulwege sicherer werden. Der Gemeinderat reagierte auf den Antrag einer Familie. Nun werden Schulweghelfer gesucht.

Mittelstetten – Schulwegsicherheit ja, aber nicht auf Kosten einer Einbahnstraßen-Regelung im kleinen Ortsteil Tegernbach – dies war Mehrheitsmeinung im Mittelstettener Gemeinderat. Eine Familie hatte für ihr schulpflichtiges Kind eine zusätzliche Bushaltestelle in einer Nebenstraße beantragt, weil sie die Querung der zumindest im Berufsverkehr viel befahrenen Kreisstraße für zu gefährlich hält. Die Verwaltungsgemeinschaft (VG) Mammendorf als zuständige Straßenverkehrsbehörde hielt nach einem Ortstermin einen zusätzlichen Stop allerdings nur bei einer Einbahnstraßenregelung für möglich.

Denn am Bus kommt auf den teils engen Straßen kein weiteres Fahrzeug vorbei. „Ich gönn’ Tegernbach jede Haltestelle, aber das kann’s nicht sein“, meinte Heinz Nebl (BU) in der Diskussion. Auch Alois Bögl (SPD) hielt einen solchen Aufwand für „momentan drei Kinder“ für übertrieben. Zumindest sollte man abwarten, bis sich mehr Nachwuchs im Ort einstellt. Fraktionskollege Franz Ostermeier konnte sich eine Einbahn-Regelung nur vorstellen, wenn alle Anwohner damit einverstanden seien. Möglicherweise könne man aber zumindest in der Früh zwei Busse einen kleinen Umweg fahren lassen und so eine verkehrsrechtliche Anordnung vermeiden.

Schülerlotsen werden gesucht

Keine Chance, meinte Bürgermeister Andreas Spörl: Schon ein einziger Bus schaffe nach Ansicht der VG eine unzumutbare Engstelle. Auch ein temporäres Durchfahrtsverbot in einer Richtung, wie aus Tegernbach angeregt, etwa für eine Stunde vor Schulbeginn, ist demnach nicht zulässig. Lediglich Evelyn Dürrmeier (SPD) unterstützte den Antrag. Schließlich seien ja auch Müllfahrzeuge auf den engen Straßen unterwegs, ohne zum Verkehrschaos zu führen. Für einen gelegentlich dort fahrenden Abfall-Laster gelten allerdings geringere Anforderungen als für einen mehrmals täglich verkehrenden Linienbus.

In dem 320-Einwohner-Ort mit rund 20 schulpflichtigen Kindern gibt es zwei Haltestellen. Die eine am Ortsausgang Richtung Baindlkirch, die andere in der Ortsmitte An der Linde. Wie Spörl, selbst Vater und aus Tegernbach, dem Tagblatt sagte, ist ihm bislang noch keine gefährliche Situation, in die Kinder auf dem Weg zu den Haltestellen verwickelt waren, bekannt geworden. Für ihn wäre ein Schülerlotsendienst sinnvoll. Der Gemeinderat beschloss immerhin, das Landratsamt um eine entsprechende Beschilderung an einem möglichen Übergang zu bitten – falls sich denn Schulweghelfer finden.  

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