Privatmann plant Informationsveranstaltung 

Unternehmer gegen geplantes Gewerbegebiet

Ein Bürger will auf eigene Faust ein Votum der Bevölkerung über das geplante Gewerbegebiet herbeiführen. 

Mittelstetten– Der 56-jährige Werner Fischer, ein Unternehmer, der sein Ingenieurbüro im Nachbar-Landkreis Dachau betreibt, aber seit über 20 Jahren im Dorf ansässig ist, sieht keine Notwendigkeit für Gewerbeflächen in der freien Natur, wie sie nahe der Bundesstraße 2 entstehen könnten. Er glaubt, dass mit einer solchen Planung vor allem die wirtschaftlichen Interessen einiger weniger bedient würden.

Mit einer Hauswurfsendung sollen die Mittelstettener zu einer Versammlung beim Wirt eingeladen werden. Dort würde dann über das Thema diskutiert und gegebenenfalls abgestimmt.

Werner Fischer hatte in Gesprächen und Korrespondenz mit Bürgermeister und Gemeinderäten auch andere Themen angeschnitten. So die Radweg-Führung zur B 2, den schnellen Abbau der finanziellen Rücklagen, auch die seiner Meinung nach fehlenden Ideen für die weitere Gemeindeentwicklung, insbesondere eine lebendige Ortsmitte.

Sein Hauptthema ist aber das Gewerbegebiet. Wie sich auf der jüngsten Bürgerversammlung gezeigt habe, werde eine öffentliche Diskussion darüber nicht gefördert. Dabei seien nicht wenige Mittelstettener gegen einen Fahrzeugpark (ein örtlicher Autohändler würde dorthin übersiedeln) und Lagerhallen mitten in der Landschaft.

Viele seien rausgezogen, so Fischer, weil eben nicht die ganze Gegend versiegelt sei. Abschreckende Beispiele aus der Nachbarschaft gebe es genug. „So ein Ortsbild wie in Mammendorf will ich in meiner Heimat nicht haben“, sagte Fischer dem Tagblatt.

Bürgermeister Andreas Spörl (CSU) verweist dagegen auf die Grundsatzsentscheidung einer Gemeinderatsmehrheit, Gewerbeflächen außerorts auszuweisen. Es sei allerdings im jetzigen Verhandlungsstadium zu früh, um die Öffentlichkeit näher zu informieren. Noch ist nicht raus, in welchem Umfang die Gemeinde selbst Grund erwirbt und wie die Erschließung finanziert wird. Ziel sei, ein „Miteigentumsmodell“ zusammen mit dem Grundeigner und Investor zu entwickeln, so Spörl zum Tagblatt. Der Bürgermeister hält es für eine „gewisse Dreistigkeit“, als Privatmann eine Informationsveranstaltung einberufen zu wollen. Er fragt sich, ob Fischer von anderen vorgeschickt werde. Die Argumente gegen das Gewerbegebiet seien jedenfalls nicht neu. (op)

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