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Ausgewachsene Wildsau rast durch bayerisches Dorf - und randaliert in Kindergarten: Anwohner geschockt

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Diese massive Glastür am Kindergarten durchbrach das Wildschwein auf seiner Flucht.
Diese massive Glastür am Kindergarten durchbrach das Wildschwein auf seiner Flucht. © mm

Ein ausgewachsenes Wildschwein hat am Mittwochnachmittag in Mittelstetten (Landkreis Fürstenfeldbruck) für große Aufregung gesorgt.

Mittelstetten – Der nach Beschreibungen von Augenzeugen rund 100 Kilo schwere und mindestens einen Meter große Keiler war offenbar auf der Flucht vor zwei Jagdhunden aus Richtung Baindlkirch im Nachbar-Landkreis Aichach-Friedberg gekommen und hatte zunächst im Kindergarten Zuflucht gesucht. Später, auf dem Weg Richtung Längenmoos stürmte er noch in ein Einfamilienhaus. Verletzt wurde niemand, aber die Beteiligten sind immer noch reichlich geschockt.

Wildschwein flüchtet vor Jagdhunde - und sucht Zuflucht in Kindergarten

Ein Hortkind, das gerade abgeholt werden sollte, stand kurz nach zwei Uhr schon draußen, als die Wildsau an ihm vorbei rannte, danach die mit einem Zentimeter dickem Sicherheitsglas versehene Eingangstür durchbrach und erst von der zweiten gläsernen Tür gestoppt wurde. Hinter dieser Tür beobachteten die Mutter und eine Erzieherin entsetzt, was sich vor ihren Augen abspielte. Wie Blutspuren in dem Windfang und an einem Heizungskörper verraten, muss sich das Tier verletzt haben. Auch einige abgerissene Borsten sollen noch gefunden worden sein.

Wildschwein durchbricht Terassentür - und steht plötzlich in Wohnzimmer

Nachdem es hier kein Weiterkommen gab, kehrte das Wildschwein um und raste die Schulstraße entlang ortsauswärts. An einem der letzten Häuser durchbrach es eine Terrassentür und stand plötzlich im Wohnzimmer der dort lebenden Familie. Die Mutter öffnete geistesgegenwärtig die Haustür, so dass das panische Wildtier wieder hinaus konnte. Zuletzt wurden der Keiler und seine beiden Verfolger nahe Längenmoos gesehen.

Die verständigte Polizei informierte den zuständigen Jagdpächter in Baindlkirch. Dessen Aufgabe wäre es gewesen, das verletzte Tier zu finden. Zu weiteren Maßnahmen sah sich die Polizei nicht veranlasst. Man sei davon ausgegangen, dass keine akute Gefahr mehr bestehe, hieß es aus der Inspektion in Fürstenfeldbruck. Inwiefern der Pächter zur Verantwortung gezogen werden kann, müsse noch geklärt werden. Dieser war gegenüber dem Tagblatt zu keiner Stellungnahme bereit.

Laut Mittelstettens Bürgermeister Franz Ostermeier hat der Jäger aber zugesagt, seine Versicherung von dem Schaden im Kindergarten zu informieren. Der Rathaus-Chef selbst war am Tag danach erleichtert, dass nichts Schlimmeres passiert ist.  op

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