Spektakuläre Wende! UEFA gibt nach: CL-Rückspiel des FC Bayern anders als geplant

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Andreas Spörl will Bürger in die Schule für Dorf- und Landentwicklung einladen.
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Andreas Spörl will Bürger in die Schule für Dorf- und Landentwicklung einladen.

Workshop zur Ortsplanung

Bürgermeister lädt zum Seminar ins Kloster

Ein Gewerbegebiet nahe der Bundesstraße dürfte auch nach Ablauf der einjährigen Bindungsfrist des Bürgerentscheids vom Juli nicht weiter verfolgt werden. Für Mittelstettens Bürgermeister Andreas Spörl (CSU) ist das Ergebnis nach seinen Worten „so deutlich“ ausgefallen, dass sich weitere Bemühungen verbieten würden, sagte er jetzt dem Tagblatt.

Mittelstetten – Rund 62 Prozent der Abstimmenden hatten sich bei einer Wahlbeteiligung von über 70 Prozent gegen eine Ausweisung ausgesprochen. Die Bürgerinitiative zum Erhalt des Mittelstettener Lebensraumes glaubt nicht, dass produzierendes Gewerbe oder Handel aus der Gemeinde dringend Erweiterungsflächen suchen. Und für immissionsarmes Kleingewerbe – Dienstleister, Gastronomen, Physiotherapeuten – ließen sich auch innerorts Grundstücke finden.

Grundsätzlich ist das Thema Gewerbeflächen auch für den Bürgermeister nicht vom Tisch. Denn auch über Ansiedlungsmöglichkeiten für Betriebe soll im Rahmen eines „Gemeindeentwicklungskonzepts“ gesprochen werden, dessen Grundlagen wiederum bei einer zweitägigen Klausur im Kloster Thierhaupten erarbeitet werden sollen. Dazu will Spörl auch alle Bürger einladen.

Im schwäbischen Thierhaupten, auf halbem Weg zwischen Augsburg und Donauwörth, hat die Schule der Dorf- und Landentwicklung ihren Sitz, die Seminare zur Ortsplanung anbietet. Schon vor 15 Jahren unterhielten sich dort Mittelstettener Lokalpolitiker und Bürger in einem Workshop über die Zukunft ihrer Gemeinde, viel mehr als eine Bestandsaufnahme kam aber nicht heraus. Ein tatsächlicher Handlungsplan mit professioneller Begleitung war der damals noch hoch verschuldeten Gemeinde zu teuer.

Spörl setzt nun auf einen zweiten Versuch und stellt sich ein Wochenende vor, „wo keiner aus kann“, an einem „neutralen Ort“, der auch Gelegenheit biete, sich beim oder nach dem Abendessen zwanglos auszutauschen. Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung würde die Gemeinde übernehmen, die Teilnehmerzahl müsste dann freilich begrenzt werden. Geplant ist ein Termin noch in diesem Jahr.

Der Bürgermeister will dabei auch das „auf Mittelstetten fokussierte Scheuklappendenken“ überwinden. Auch über die Zukunft der anderen Gemeindeteile soll diskutiert werden, wenngleich ein Schwerpunkt auf der „Findung eines Ortskerns“ im Hauptort selbst liegen würde.

Bei der Bürgerinitiative gibt es unterschiedliche Einschätzungen zu dem geplanten Termin. Sprecher Werner Fischer glaubt, dass in Thierhaupten nur „Hilfe zur Selbsthilfe“ angeboten werde. Er würde lieber „einen Profi“ nach Mittelstetten holen, der die Bürger gleich „in die richtige Richtung“ führt.

Seine Mitstreiterin Evelyn Dürrmeier, auch SPD-Gemeinderätin, fühlte sich dagegen zwar etwas überfahren, als Spörl die Idee vom Gemeinderat absegnen ließ, erhofft sich aber wenigstens ein neues Miteinander: „Zumindest arbeiten wir da nicht gegen die Gemeinde.“ Denn während der Diskussion um das Gewerbegebiet und nach dem Bürgerentscheid hätten sich im Ort „schon Gräben aufgetan“, meint sie. „Ich krieg’ schon immer meine Breitseite ab. So schnell wird das nicht verziehen.“

Olf Paschen

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