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Moorenweis hat stabile Einnahmen.

Haushalt für 2016 beschlossen

Moorenweis hat Geld für Großprojekte

Moorenweis - Der Gemeinderat kann sich zurücklehnen: Die Kommune hat stabile Einnahmen, baut kontinuierlich ihre Schulden ab, muss keine neuen Kredite aufnehmen und kann investieren.

Vor diesem Hintergrund sprach Kämmerer Gerhard Rieß von einem „relativ entspannten Haushalt“, der vom Moorenweiser Gemeinderat dann auch einstimmig verabschiedet wurde. Insgesamt hat das Zahlenwerk ein Volumen von 8,5 Millionen Euro.

Die Sanierung der Mehrzweckhalle soll heuer in Angriff genommen werden. Insgesamt sind dafür gut 1,8 Millionen Euro vorgesehen, die sich auf fünf Haushaltsjahre erstrecken. Ebenfalls längerfristig ist der Breitbandausbau angelegt, für den großzügige Fördermittel vom Freistatt fließen. Auch deshalb sprach Bürgermeister Joseph Schäffler (CSU) von einem zukunftsgerichteten Haushalt.

Auf der Einnahmenseite verzeichnet die Gemeinde Zuwächse. Der Einkommensteueranteil sowie die Einnahmen aus der Gewerbesteuer steigen, ebenso die Schlüsselzuweisungen und die staatlichen Zuweisungen für Kindertagesstätten. Davon bleibt allerdings unter dem Strich nichts bei der Gemeinde hängen, denn die Ausgaben steigen im Verhältnis ebenfalls.

Das Investitionsprogramm sieht für die kommenden Jahre Straßenbaumaßnahmen vor, darunter den Ausbau der Blumen- und Eismerszeller Straße sowie die Errichtung von Gehwegen entlang der Steinbacher Ortsdurchfahrt und der St.-Margreth-Straße. Absehbar ist der Bedarf für ein neues Feuerwehr- und ein neues Bauhoffahrzeug für den Mäh- und Winterdienst.

Zuschuss zu Kita-Bau in Marthashofen

Als einzige Gemeinde außer Grafrath beteiligt sich Moorenweis am Neubau des Waldorfkindergartens Marthashofen, und zwar mit insgesamt 170.000 Euro in den Haushaltsjahren 2017 und 2018. Die Gemeinde hat eine Anzahl Plätze in der Betreuungseinrichtung als bedarfsnotwendig anerkannt, was den Investitionskostenzuschuss nach sich zieht. Im Gegenzug hat Moorenweis verbindlich Anspruch auf diese Plätze und kann somit das gesetzlich vorgeschriebene plurale Betreuungsangebot sicherstellen. „Gut, dass wir die Plätze haben“, sagte Kämmerer Rieß.

Was nicht jeder Gemeinde gelingt, schafft Moorenweis heuer locker: im Verwaltungshaushalt einen Überschuss zu erwirtschaften, der mindestens so hoch ist wie die fälligen Tilgungen. Tatsächlich ist der Überschuss sogar mehr als doppelt so hoch. Rund 622.000 Euro werden dem Vermögenshaushalt für Investitionen und Schuldenabbau zugeführt.

Die Verbindlichkeiten der Gemeinde Moorenweis liegen heuer bei 2,1 Millionen Euro, die Pro-Kopf-Verschuldung sinkt auf 535 Euro (2015: 621 Euro). Mit einer Erhöhung der Realsteuern, wie sie andernorts im Gespräch ist, müssen die Moorenweiser deshalb vorerst nicht rechnen.

von Ulrike Osman

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