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Insgesamt 6000 Hühner sollen in dem neuen Freilandstall leben. 

Anwohner machen sich Sorgen

Angst vor Lärm und Gestank: Widerstand gegen Hühnerstall-Pläne

In Grunertshofen soll an der Straße nach Steinbach ein Freiland-Legehennenstall für insgesamt 6000 Hühner entstehen. Im Gemeinderat wurden Bedenken gegen die vorliegende Planung laut – hauptsächlich wegen eines zu geringen Abstands zur Straße und möglichen Problemen bei der Oberflächenentwässerung.

Grunertshofen – Noch größere Sorgen machen sich die Anwohner. Sie weisen darauf hin, dass sie bereits mit zwei Schweineställen und einer Maschinenhalle in der Nachbarschaft leben müssen. Die Grenze der Belastung durch Lärm und dauerhaften Gestank sei bereits jetzt „weit überschritten“, schreiben drei Anlieger an die Gemeinde Moorenweis.

Wenn nun auch noch ein Hühnerstall in der geplanten Größe hinzukomme, werde die Lebensqualität in der Umgebung zusätzlich leiden. „Eine weitere Beeinträchtigung durch Geruch, Lärm und sonstige Immissionen ist für uns nicht mehr hinnehmbar“, so die Nachbarn. Sie fordern eine immissionsschutzrechtliche Prüfung durch das Landratsamt, die der Gemeinderat auch veranlassen will.

„Die Bedenken der Bürger sind gerechtfertigt“, betonte Bürgermeister Joseph Schäffler (CSU). Im Gremium stieß das Vorhaben aus anderen Gründen auf Ablehnung. Der vorgesehene Abstand von sechs Metern zur Straße sei zu gering, so die einhellige Meinung. Beim Befüllen der drei geplanten Futtersilos, beim Entleeren des Kot-Containers sowie beim Anliefern und Abholen der Hühner bestehe die Gefahr, dass die Transportfahrzeuge auf der Straße stehen und eine Fahrbahn blockieren würden.

Die Gemeinde fordert einen Mindestabstand von zehn Metern und stellt für diesen Fall in Aussicht, das Einvernehmen zu der Planung zu erteilen. Michael Vogt (Bürgervereinigung) wies darauf hin, dass das Stallgebäude andernfalls zu einer erheblichen Verschattung der Straße führen werde, was im Winter Glättegefahr mit sich bringe – erst recht, da von der nahegelegenen Maschinenhalle häufig Wasser auf die Straße laufe. Die Ortsverbindung nach Steinbach sei dadurch schon jetzt zu einer „sehr gefährlichen Straße“ geworden.

Die Oberflächenentwässerung im Bereich der Maschinenhalle sei tatsächlich „sehr schlecht gelöst“, stimmte Vize-Bürgermeister Rudi Keck-eis (Bürgervereinigung) zu. Gemeinsam mit dem Abwasserzweckverband müsse die Gemeinde „deutlich darauf schauen“, dass im Falle des Hühnerstalls nicht die gleichen Fehler gemacht würden. Die Problematik ist laut Schäffler auf den wenig sickerfähigen Lehmboden zurückzuführen. „Wir brauchen andere Dimensionen bei der Entwässerung.“ (Ulrike Osman)

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