Heinrich Nau ist im Alter von 85 Jahren verstorben.

Nachruf

Bäckermeister interessierte sich bis zuletzt für sein Handwerk

Ein Grunertshofener Urgestein hat sich verabschiedet: Bäckermeister Heinrich Nau schloss im Alter von 85 Jahren für immer seine Augen. 

Grunertshofen – Um ihn trauern Ehefrau Elfi und die beiden Söhne Werner und Heinrich mit ihren Familien. „Unser Papa hatte in den letzten Jahren mehrere Schlaganfälle, von denen er sich immer gut erholte“, erzählt Werner Nau. „Der letzte war aber so schlimm, dass er schließlich im Beisein der Familie verstarb.“

Der gebürtige Grunertshofener wuchs mit drei Geschwistern auf, besuchte die Schule am Ort und absolvierte danach seine Bäckerlehre in Mering. 1958 legte er seine Meisterprüfung ab und heiratete seine erste Frau Elsa Neumeier. Kennengelernt hatte er sie bei der Fahnenweihe an der Mammendorfer Tankstelle Neumeier.

Heinrich Naus Berufsweg war vorgezeichnet, denn der im Jahr 1909 gegründete Familienbetrieb wird seit fünf Generationen vom Vater an den Sohn übergeben. Heinrich Nau übernahm den Betrieb im Jahr 1971 vom Vater, 1994 übergab er ihn an Werner, den heutigen Bäckerinnungsmeister. „Auch ich half schon als kleiner Bub in der Backstube mit, auch mir war das Backen sozusagen in die Wiege gelegt und wie für meinen Vater kam auch für mich kein anderer Beruf in Frage“, erzählt Werner Nau.

Die Enkel des Verstorbenen, Theresa und Raphael, erlernten zunächst andere Berufe. Sie sattelten schließlich im Sinne der Tradition um und sind mittlerweile auch Bäckermeister aus Überzeugung und Leidenschaft. „Das war für meinen Vater natürlich die größte Freude“, erinnert sich Werner Nau.

So lange es die Gesundheit zuließ, kam Heinrich Nau vorbei und warf einen Blick in die Bäckerei, in der er selbst so viele Jahre gewirkt hatte. „Zuletzt kam er mit dem Rollator in die Backstube und begutachtete unsere neuen Öfen“, erinnert sich Werner Nau.

Seiner Familie und den Weggefährten aus den Ortsvereinen bleibt Heinrich Nau als lustiger, lebensfroher Mensch in Erinnerung: „Bei einer zünftigen Brotzeit und einem Weißbier und vor allem wenn er seine Enkel um sich hatte, blühte er auf“, weiß der Sohn.

Bei seinem Heimgang erwiesen Schützenverein, die Feuerwehr und der Krieger- und Soldatenverein die letzte Ehre. Nicht nur in den Ortsvereinen galt er als geschätztes Mitglied, auch die Gemeinde bekundete der Familie ihr Beileid. Heinrich Nau war bis zur Gebietsreform Mitglied im Gemeinderat Grunertshofen. akk

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