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Seit Monaten „schmückt“ ein Gerüst die Nordfassade von St. Georg – und es kommt weiter zu Verzögerungen.

Restaurator hat sich Bein gebrochen

Kirchgänger sauer: Gerüst an St. Georg steht und steht

Seit Monaten steht auf der Nordseite der Kirche St. Georg in Eismerszell (Gemeinde Moorenweis) ein Baugerüst. Doch es passiert nichts – kein Handwerker ist zu sehen, kein Arbeitsfortschritt ist zu beobachten. Was ist denn da los?

Eismerszell„Mich regt das unbandig auf“, sagt der Eismerszeller Max Albrecht. „Das Gerüst steht jetzt schon fast ein Jahr dort. So lange dauert ja nicht mal ein Neubau.“ Ihn ärgern nicht nur die Kosten, die das Gerüst verursacht. Er hält es auch für ein Sicherheitsrisiko, wenn Kirchenbesucher bei Beerdigungen „durch das Gerüst durchschleichen müssen“. Denn sowohl auf der Nord- als auch auf der Südseite der Kirche liegen Grabstätten.

St. Georg ist eine Filialkirche der Moorenweiser Pfarrei St. Sixtus. Der dortige Pfarrer Philipp Maier erklärt, dass eigentlich alles ganz klein anfing. Bei einem Sturm im vergangenen Herbst platzte ein Teil der Putzschicht von der Nordfassade der Kirche ab. Um die entsprechenden Renovierungsarbeiten in Auftrag zu geben, brauchte die Pfarrei das Okay des Denkmalschutzamts in München. Das verfügte, dass zunächst die komplette Wand auf weitere Schwachstellen untersucht werden sollte.

Ein paar Wochen Geduld müssten die Eismerszeller noch haben

Daraufhin wurde das Gerüst aufgebaut und eine Befunduntersuchung durchgeführt, wie Maier sagt. „Die Fassade musste abgeklopft werden, um festzustellen, ob es noch weitere schadhafte Stellen gibt.“

Diese kaputten Stellen des Mauerwerks sollen abgeschlagen und erneuert werden, anschließend ist ein neuer Farbanstrich fällig. Das Sanierungskonzept für die Fassade musste wiederum vom Denkmalschutz abgesegnet werden, was bis Mai dieses Jahres gedauert habe.

Nun hätte es eigentlich losgehen können. „Aber dann hat sich unser Restaurator den Fuß gebrochen“, bedauert Maier. Nun stehen die großen Ferien vor der Tür – und damit möglicherweise eine weitere Verzögerung.

„Es tut uns leid, dass sich das so lange hinzieht“, sagt der Pfarrer. Aber ein paar Wochen Geduld müssten die Eismerszeller noch haben. „Wenn das Denkmalamt nicht eingeschaltet worden wäre, wäre es schneller gegangen.“ Aber die Erlaubnis der Behörde sei notwendig.

von Ulrike Osman

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