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Nächstes Jahr verlegt die Telekom Glasfaserkabel in Moorenweis.

Pläne der Gemeinde ändern sich 

Breitband kommt nun doch von der Telekom

Moorenweis –Den Ausbau des Breitbandnetzes in Moorenweis übernimmt jetzt doch die Telekom, und zwar auf eigene Kosten. Im nächsten Jahr starten die Arbeiten.

2017 sollen der südliche Bereich von Moorenweis sowie Grunertshofen, Langwied, Purk und Eismerszell mit schnellem Internet versorgt werden. Für die Gemeinde bleibt angesichts dieser neuen Entwicklung erheblich weniger zu tun als gedacht. Moorenweis hatte sich ursprünglich um Fördermittel des Bundes bewerben wollen, um selbst Glasfaserkabel zu verlegen.

Doch nun sind von ursprünglich 583 förderfähigen Adressen nur noch 191 übrig. Es handelt sich dabei um die Weiler Römertshofen, Albertshofen, Windach, Brandenberg und Hohenzell sowie den nördlichen Bereich von Moorenweis. Bereits mit schnellem Internet versorgt sind Steinbach, Langwied und Teile von Dünzelbach.

„Durch den Eigenausbau der Telekom fallen viele Bereiche weg“, erklärte Karl Manstorfer vom Ingenieurbüro IK-T, das die Gemeinde in punkto Breitband berät. Deshalb werde Moorenweis im Rennen um Fördergelder vom Bund vermutlich abgelehnt werden.

Downloads in einer Geschwindigkeit von mindestens 50 MBit/s

Das macht aber nichts. „Die Ausbaukosten für die Gemeinde reduzieren sich massiv“, so der Planer. Deshalb sei die vom Freistaat gezahlte Förderung in Höhe von maximal 770 000 Euro ausreichend. „Wir schlagen deshalb vor, ins bayerische Verfahren zurückzukehren.“

Die Telekom nutzt für den Ausbau die sogenannte VDSL-Technik. Dabei werden Glasfaserkabel bis zu den Verteilerkästen am Straßenrand verlegt, für das letzte Stück bis zum Privatanschluss aber die vorhandenen Kupferleitungen genutzt. Diese werden mit Hilfe des Vectoring-Verfahrens optimiert. So sollen Download-Geschwindigkeiten von mindestens 50 MBit pro Sekunde erreicht werden.

Das Moorenweiser Gewerbegebiet und Neubaugebiete will die Telekom ebenfalls „für null Euro“ ans Glasfasernetz anschließen, so Manstorfer. Man müsse dem Unternehmen die Gebiete lediglich melden. In denjenigen Bereichen, die vom eigenwirtschaftlichen Ausbau der Telekom nicht abgedeckt werden, will die Gemeinde Glasfaserkabel zu jedem Grundstück verlegen.

Der Gemeinderat beschloss einstimmig, die entsprechende Förderung beim Freistaat zu beantragen. Unterdessen will Bürgermeister Joseph Schäffler (CSU) das Ziel, die gesamte Gemeinde mit Geschwindigkeiten von mindestens 100 MBit zu versorgen, nicht aus den Augen verlieren. Momentan müsse man zwar auf das Telekom-Angebot eingehen, „weil die Fördergesetze es nicht anders hergeben“. Umso wichtiger sei es aber, den Masterplan weiter zu verfolgen, den IK-T für die Gemeinde erstellt. Er listet die vorhandene Versorgungslage und zeigt auf, wo bei Straßenbaumaßnahmen zusätzliche Leerrohre gebraucht werden.

Schäffler ist zuversichtlich. „Wir werden ans Ziel kommen, auch wenn es etwas länger dauert.“

von Ulrike Osman

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