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Stolz trägt der Burschen -und Gesellenverein seine restaurierte Fahne durch den Ort.

Burschen- und Gesellenverein Dünzelbach

Fahne nach 65 Jahren restauriert

Den katholischen Burschen- und Gesellenverein Dünzelbach gibt es seit 1950. Zwei Jahre nach der Gründung kauften die Mitglieder eine Vereinfahne - und die musste nun restauriert werden. Jetzt erstrahlt das Stück wieder in neuem Glanz: Die Fahne wurde am Sonntag gesegnet.

Dünzelbach– Am 12. November 1950 legten 29 Mitglieder den Grundstein für den Verein. Als Aufnahmegebühr wurden 50 Pfennig pro Person und der laufende Monatsbeitrag auf 20 Pfennig festgesetzt. 1952 wurde die Fahne beschafft, die am 8. Juni geweiht werden sollte. Doch in diesem Jahr begann die Heuernte früher – und das war wichtiger als die Fahnenweihe. Daher wurde die Festlichkeit auf 6. Juli verlegt. Besonders aktiv war der Verein in den damaligen Jahren beim Theaterspiel. So wurden in den frühen 1950er-Jahren zwei bis drei Mal pro Jahr Stücke im Gasthaus Ruch aufgeführt. Außerdem machten die Mitglieder viele Tagesausflüge. Präses Pfarrer Ruess organisierte Heimatabende, in denen unter anderem Themen wie christliche Werte, Moral und Tüchtigkeit behandelt wurden.

Im Jahr 1957 verlaufen sich die Spuren des Vereins jedoch. Ein wesentlicher Grund hierfür ist die Hochzeit einiger Mitglieder. Das hatte damals das Ausscheiden aus dem Verein zur Folge. Dies hatte eine jahrzehntelange Pause zur Folge, doch offiziell aufgelöst wurde der Verein nie.

Im Jahr 2002 beschäftigte genau dies Johannes Winterholler. Warum den Verein nicht wieder auferstehen lassen, fragte er sich. Auch die seit 50 Jahren im Dornröschenschlaf liegende Fahne mahnte schon lange dazu, wieder mit Stolz getragen zu werden. So wurde für den 19. Mai eine Versammlung im Gasthaus Winterholler angesetzt. Weit über 50 Interessenten nahmen daran teil, auch Mitglieder aus alten Tagen erschienen. Schnell war die Wiedergründung beschlossene Sache. 41 Mitglieder wurden gezählt. Bis heute ist der Verein dank einer starken Jugend stetig gewachsen und wieder fester Bestandteil der Ortschaft. Die Mitglieder bringen sich aktiv ein – und können nun wieder mit Stolz ihre restaurierte Fahne tragen. 

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