Katharina Mundorff (hinten links) leitet den Jugendchor der Liedertafel für Kinder ab der 5. Klasse.

In der Mehrzweckhalle

Kinder- und Jugendchöre zeigen ihr Können

Statt um Punkte und Tore beim Tischtennis, Volleyball und Fußball geht es am Samstag, 5. Mai, in der Moorenweiser Mehrzweckhalle ausnahmsweise einmal um musikalisches Können. Beim Kinder- und Jugendchorsingen des Sängerkreises Fürstenfeldbruck treten Chöre aus dem ganzen Landkreis auf

Moorenweis –  Sie runden damit eine inzwischen schon 25-jährige Tradition ab. Denn schon beim ersten Sängertreffen 1994 waren die Moorenweiser Gastgeber.

Zwölf Chöre mit insgesamt 24 Liedern werden auf der Bühne stehen. Die Gruppen kommen aus Adelshofen, Maisach, Hattenhofen, Althegnenberg und Günzlhofen. Der Kinderchor der Liedertafel Moorenweis hat als Hausherr die Ehre des ersten Auftritts. Vorsitzender Manrico Kiel freut sich jedes Jahr auf das Kinder- und Jugendchorsingen. Neben dem Wunsch, den kleinen Künstlern eine große Bühne zu bieten, schätzt er den Kontakt mit anderen Gruppen: „Man kann sich austauschen. Es gibt immer etwas zu lernen darüber, wie andere ihren Kinderchor organisieren.“

Der Singkreis der Liedertafel: Kinder ab vier Jahre bis zur 5. Klasse, mit Chorleitung Gertraud Schöttl.

Herbert Klückers, Vorsitzender des Sängerkreises Fürstenfeldbruck, sagt: „Natürlich geht es auch darum zu schauen, was die anderen so können.“ Vor allem aber seien solche Konzerte wichtig für die Nachwuchsförderung. Klückers rät jedem Musikverein, einen Jugendchor einzurichten: „Nur so können wir die großen Musikgruppen erhalten. Sonst könnten künftig einige Chöre im Landkreis einfach verschwinden.“

Die Zahl der Gesangsgruppen, die heuer in Moorenweis teilnehmen, ist im Vergleich zu früher zurückgegangen. Nur zwölf statt der bis zu 20 Kinder- und Jugendchöre der Anfangszeit seien für Samstag angemeldet. Mit den „Zeiserln“ aus Hattenhofen nimmt dieses Jahr aber zumindest ein Debütant teil.

Kiel sagt, es werde immer schwieriger, Kinder und Jugendliche für das Singen zu gewinnen. Er hält es aber für wichtig, junge Menschen der Kultur nahe zu bringen. Dabei gelte es, einen übermächtigen Konkurrenten um die Freizeit der Jugendlichen auszustechen: den Fußball.

Das Programm am Samstag ist also auch als Alternative zum samstäglichen Nachmittags-Kick zu verstehen: Neben Volksliedern wie „So a schena Dog“ erklingen auch Klassiker wie der „Kleine grüne Kaktus“ der Comedian Harmonists oder Colonel Hathis Marschlied aus dem Dschungelbuch. Um 16 Uhr wird zur Eröffnung in der Mehrzweckhalle, Ammerseestraße 6, aber erst einmal das Gemeinschaftslied „Allesimada“ angestimmt.

von Gabriel Kroher

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