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Mehr Lehrer braucht das Land

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Tauschten sich aus: (v.l.) Hans Friedl, Anna Stolz, Ralph Wirth, Simone Ring, Ewald Wimmer, Christian Bieberle und Tobias Gotthardt.
Tauschten sich aus: (v.l.) Hans Friedl, Anna Stolz, Ralph Wirth, Simone Ring, Ewald Wimmer, Christian Bieberle und Tobias Gotthardt. © FW

Wie kann dem Personalmangel an privaten Mittelschulen begegnet werden? Dazu haben sich Kultusstaatssekretärin Anna Stolz, der Freie-Wähler-Landtagsabgeordnete Hans Friedl aus Alling sowie der bildungspolitische Sprecher der Freien Wähler im Landtag, Tobias Gotthardt, im katholischen Landschulheim Schloss Grunertshofen mit den örtlichen Akteuren ausgetauscht.

Grunertshofen – „Der Personalmarkt ist aktuell völlig leer gefegt. Um die Attraktivität des Lehrberufs zu fördern und wieder mehr junge Menschen für ein Lehramtsstudium an Mittelschulen zu begeistern, müssen wir über eine mit anderen Schularten vergleichbare Besoldung für Grund- und Mittelschullehrer nachdenken“, erklärte Stolz.

Probleme an Grund- und Mittelschulen

Eine solche Attraktivitätssteigerung sowie eine größere Zahl an Junglehrkräften kämen dann auch den Privatschulen zugute. „Sowohl öffentliche als auch private Einrichtungen sind dringend auf mehr Nachwuchskräfte angewiesen“, sagte sie. Das Ministerium habe bereits Maßnahmen ergriffen, um die Lehrerversorgung gerade im Grund- und Mittelschulbereich zu stärken.

Belastungsgrenze erreicht

Schulleiterin Simone Ring betonte, dass die Belastungsgrenze der Lehrkräfte endgültig erreicht sei – insbesondere vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie. In Ballungsräumen gestalte sich die Personalsuche zudem erheblich leichter als auf dem Land.

Friedl forderte daher künftig mehr Flexibilität bei der Personalauswahl: „Es kann und darf nicht sein, dass sich nur ‚auf dem Papier‘ für eine Bewerberin oder einen Bewerber entschieden wird.“ Einrichtungsleiter Ewald Wimmer verwies ebenfalls auf die schwierige Situation zur Gewinnung von Lehrkräften für Mittelschulen.

Gotthardt, bildungspolitischer Sprecher der FW, machte in diesem Zusammenhang auf den enormen Wert dieser Bildungseinrichtung für die Gesellschaft aufmerksam: „Mittelschulen sind Macherschulen. Sie liefern die Kräfte, die wir auf dem bayerischen Arbeitsmarkt so dringend benötigen. Wir sind akut auf ihre Absolventen angewiesen.“

Christian Bieberle, Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer des St.-Vinzenitus-Zentralvereins, erinnerte abschließend an die Bedeutung privater Schulen. Denn sie seien eine unerlässliche Ergänzung zu staatlichen Einrichtungen.

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