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So soll der neue Platz aussehen: Auf dem Friedhof in Moorenweis ist ein Rondell in Planung, in dem Stelen angeordnet sind.

Neues Rondell auf dem Friedhof

Mehr Platz für Urnengräber

Moorenweis – Auf dem Friedhof gibt es bald mehr Platz für Urnen. Geplant ist die Errichtung von zehn Stelen mit insgesamt 24 Nischen, die sich um ein Rondell gruppieren.

Der Gemeinderat hatte sich Angebote von zwei Firmen unterbreiten lassen und entschied sich für das qualitativ höherwertige – allerdings ist das auch das teurere.

Hauptgründe dafür, dass der Auftrag an die Firma Weiher aus Freiburg ging, waren die ansprechende Gestaltung der Anlage und das verwendete Material. Die Urnenwürfel sollen aus poliertem Granit bestehen, der noch zusätzlich versiegelt wird. Damit werde gewährleistet, dass die Anlage vor Moosbefall geschützt sei und der Gemeinde kein Pflegeaufwand entstehe, versicherte Friedhofsfachberater Stefan Lubowitzki. „Man kennt das von Grabsteinen aus poliertem Granit. Die sehen auch nach 50 Jahren noch super aus.“

Im Gegensatz dazu sah das Angebot der Konkurrenz Stelen aus sandgestrahltem Beton mit Platten aus Muschelkalk und Abdeckungen aus Beton oder Naturstein vor. Die Materialien würden recht schnell von Grünspan befallen werden, befürchtete man im Rat. 30 Nischen inklusive Lieferung und Aufbau hätten rund 18.000 Euro kosten sollen. Der Preis der Firma Weiher liegt bei etwa 26.000 Euro.

Zur Anschauung hatte Lubowitzki einen Würfel aus rötlichem Granit samt leerer Urne mitgebracht. Da in jedes Fach drei Urnen hineinpassen, lassen sie sich auch als Familiengräber nutzen. Bei der Konzeption der Anlage versuche man, Privatsphäre für die Trauernden mit einer offenen Gestaltung zu verbinden. Dazu dient die kreisförmige Anordnung, die verhindern soll, dass Besucher Seite an Seite nebeneinander stehen.

Nach eigener Aussage zieht das Unternehmen bei der Gestaltung seiner Anlagen Trauerpsychologen zu Rate. Gleichzeitig schaut man aber auch genau aufs Geld und bietet Gemeinden Unterstützung bei der Kalkulation der Friedhofsgebühren an.

Die Gemeinde Moorenweis verlangt derzeit für eine Urnennische knapp 50 Euro im Jahr – in Lubowitzkis Augen deutlich zu wenig, um den Friedhof kostendeckend betreiben zu können. Eine Erhöhung lasse sich schon allein deswegen rechtfertigen, weil die Nutzer keinerlei Pflegeaufwand hätten und sich zum Beispiel die Kosten für einen Grabstein sparen würden. Der Gemeinderat kam überein, dass sich der Finanzausschuss noch in diesem Jahr mit den Friedhofsgebühren befassen soll.

von Ulrike Osman

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