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Die Alte Schule in Moorenweis.

Nach Schließung der Alten Schule

Anbau für Mittagsbetreuung geplant

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Nach der Schließung der Alten Schule in Moorenweis laufen im Rathaus Planungen, um einen neuen Standort für die Mittagsbetreuung zu schaffen. Zudem gibt es Überlegungen für einen neuen Gemeinschaftsraum für Vereine.

Moorenweis Die Alte Schule musste geschlossen werden. Grund sind Brandschutzmängel. Nach den Sommerferien wird die Mittagsbetreuung der Grundschule im Aufenthaltsraum des Feuerwehrhauses untergebracht. Doch das soll lediglich eine Zwischenlösung sein. Wie jetzt bekannt wurde, hat der Gemeinderat bereits den Beschluss gefasst, an der Mehrzweckhalle einen Anbau für die Schülerbetreuung zu errichten. Die neuen Räumlichkeiten sollen in Form einer Aufstockung auf dem bestehenden Garagenkeller entstehen.

„Das Raumprogramm für eine spätere offene Ganztagsbetreuung wird bei der Regierung von Oberbayern derzeit abgefragt und fließt in die Planungen mit ein“, teilt Bürgermeister Joseph Schäffler (CSU) mit. Die unmittelbare Nähe zur Schule ist Voraussetzung – und auch gegeben, da sich die Mehrzweckhalle direkt neben dem Schulgebäude befindet. Die Gemeinde hofft, dass der Anbau – die Rede ist von einem einstöckigen Gebäude mit Speise- und Betreuungsraum, Büro und WC – bereits zum Schuljahr 2020/21 bezogen werden kann. Das Bauamt im Landratsamt habe wegen der Dringlichkeit eine kurze Bearbeitungszeit zugesagt.

Sozialzentrum auf Kirchengrundstück

Gleichzeitig plant die Gemeinde auf einem Kirchengrundstück ein Sozialzentrum, das einen Kindergarten mit Personalwohnungen und eine Senioren-Tagespflegeeinrichtung mit Begegnungsstätte umfassen soll. Hier könnte auch ein Gemeinschaftsraum für Vereine entstehen. Wie berichtet, mussten auch die Blumen- und Gartenfreunde sowie die Liedertafel Moorenweis ihre Räume in der Alten Schule aufgeben.

Wie die Investitionen für das Sozialzentrum – die Rede ist von etwa fünf Millionen Euro – gegenfinanziert werden sollen, darüber werde sich der Gemeinderat in den nächsten Monaten „umfangreiche Gedanken machen“, so Schäffler. Für Ideen aus der Bürgerschaft ist er dabei durchaus offen. „Wenn Vorschläge an uns herangetragen werden, werden wir diese gern in die Überlegungen einbauen.“

Gemeindespitze denkt darüber nach, die Alte Schule zu veräußern

Eine zentrale Rolle bei der Frage nach der Finanzierung komme dem Alten Schulhaus zu. Würde man das Gelände veräußern, „fiele vieles leichter“, lassen Schäffler und seine beiden Stellvertreter Rudi Keckeis und Hubert Leib in einer gemeinsamen Erklärung verlauten. Dem Gemeindeoberhaupt ist klar, dass an dem Gebäude Emotionen hängen. Ihm selbst geht es nicht anders. „Ich bin auch dort zur Schule gegangen.“ Aufgrund der bestehenden Brandschutzmängel und der feuchten Wände müsste eine Sanierung allerdings so massiv ausfallen, „dass die Seele des Gebäudes draußen wäre“. Unter Denkmalschutz stehe die Alte Schule nicht.

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