Unterschriftensammlung

Anwohner machen mobil gegen geplante Kiesgrube

Moorenweis - Anwohner der geplanten neuen Kiesgrube am südlichen Ortsrand sammeln Unterschriften. Sie befürchten Dreck und Lärm.

Lärm, Dreck und Straßenschäden: Das befürchten die Anwohner, wenn wie geplant die 2,2 Hektar große Kiesgrube am südlichen Ortsrand von Moorenweis eröffnet wird. Mit einer Unterschriftenliste versuchen sie jetzt, Auflagen durchzusetzen, die die Belastung vor allem für die Anwohner der Tulpen- und Rosenstraße deutlich verringern soll.

„Statt dass der Verkehr über die Brandenberger Straße am Friedhof vorbei direkt in den Ort geführt wird, schlagen wir vor, den Verkehr über die Türkenfelder Straße und den Kreisel in den Ort zu leiten“, erklärt Graham Pope, einer der Initiatoren der Unterschriftensammlung. Von der neuen Kiesgrube, in deren unmittelbaren Nähe es bereits eine gemeindliche Kiesgrube und ein Erdlager gibt, müssten die Lkw also Richtung Westen am Raiffeisen-Lagerhaus vorbeifahren. Freilich müsste der Feldweg dorthin etwas ertüchtigt werden.

Der Gemeinderat hatte im August mit nur einer Gegenstimme seine Zustimmung zum Abbauvorhaben erteilt. „Damals war von 20 Lkw-Fahrten pro Tag die Rede, das bedeutet, dass 40 Mal ein Lkw vorbeifährt“, so Pope weiter. Weil die Straße aber sehr stark von Kindern, Radl- und Rollerfahrer genutzt werde, sei es die falsche Erschließung. „Das Mindeste wäre eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf Tempo 30“, findet Pope, der an der Tulpenstraße wohnt.

Mit einem Nachbarn hatte Pope eine Unterschriftenliste gestartet, in die sich bereits 108 Leute eingetragen haben. Die Liste wollen sie demnächst Bürgermeister Joseph Schäffler überreichen.

Soweit, um damit einen Antrag auf Durchführung eines Bürgerentscheids zu begründen, will Pope gar nicht gehen. Er hofft vielmehr auf Einsicht der Gemeinde. Abschließend genehmigt wird das Vorhaben aber vom Landratsamt.

von Max-Joseph Kronenbitter

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