Zwei Varianten eines süßen Gebäcks: Regina Haas präsentiert in der Bäckerei von Werner Nau einen schmackhaften Mittelfinger sowie das Victory-Zeichen.
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Zwei Varianten eines süßen Gebäcks: Regina Haas präsentiert in der Bäckerei von Werner Nau einen schmackhaften Mittelfinger sowie das Victory-Zeichen.

Grunertshofen

Bäckerei zeigt dem Coronavirus den Stinkefinger

  • Peter Loder
    vonPeter Loder
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Ganz süß, wie Werner Nau dem Coronavirus und der Pandemie den Stinkefinger zeigt.

Grunertshofen - Aus dem gleichen Teig, aus dem er normalerweise jetzt in dieser Jahreszeit seine Faschingskrapfen produziert, formt der Bäckermeister aus Grunertshofen nun provokante Teilchen. Neben der weltumgreifend eindeutigen Mittelfinger-Geste hat er aber auch einen versöhnlichen Krapfen-Wink im Angebot: Das Victory-Zeichen mit der V-förmig abgespreizten Zwei-Finger-Symbolik gibt’s ebenfalls für 1,80 Euro pro Stück.

Die vor zwei Jahren bei einer Backwaren-Messe entstandene Gaudi-Aktion ist dem Innungsmeister nun wieder eingefallen, als er trotz coronabedingt nächtlicher Ausgangssperre früh morgens raus aus den Federn und rein in die Backstube musste. Der spontane Auftrag für seinen Azubi Johannes: Statt traditionelle „Auszog’ne“ soll er „Ausg’fallene“ fabrizieren. Seitdem formt der Lehrling (Nau: „Er braucht eine Beschäftigung und die Kunden mal was Neues“) jeden Tag 100 im heißen Fett schwimmende Hefeteig-Finger.

Die Nachfrage hat mittlerweile auch die jeweilige Produktionsmenge geregelt. Mit dem Ergebnis: Zwei Drittel der Kunden bevorzugen den schmackhaften Stinkefinger. Nachdem die in der Brucker Filiale beschäftigte Schöngeisinger Kraftsport-Weltmeisterin Regina Haas den Gaudi-Leckerbissen in den sozialen Medien publik gemacht hatte, muss sich der fleißige Johannes auf Fließbandarbeit einstellen. Denn es gilt, die fünf Nau-Standorte in Grunertshofen, Bruck, Türkenfeld, Mammendorf und Geltendorf mit ausreichend Corona-Gebäck zu versorgen.

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