Schweres Zugunglück in Baden-Württemberg: Bahn rast in Betonteil und entgleist

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Es muss nicht immer Buchsbaum sein: Wer in seinem Garten Artenvielfalt pflegt, der hilft Bienen und Insekten – und muss keinen Kahlfraß durch Schädlinge wie den Buchsbaumzünsler fürchten.

100 Jahre TSV, 70 Jahre Turnergarde, 60 Jahre Faschingszug Moorenweis

Jubiläums-Faschingszug sprengt alle Rekorde

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Ausnahmezustand auf den Moorenweiser Straßen: Der Faschingszug sprengte dieses Mal alle bisher dagewesenen Rekorde. Mehr als 60 Nummern mit über 1100 aktiven Teilnehmern zogen ausgelassen durch den Ort.

MoorenweisDer vom TSV Moorenweis veranstaltete Umzug stand unter dem Motto gleich dreier Jubiläen: Der Sportverein feiert heuer sein 100-jähriges Bestehen, die Turnergarde ihr 70-Jähriges und der Faschingszug selbst bringt es inzwischen auch schon auf stolze 60 Jahre. Umso mehr freuten sich die Organisatoren über die Beteiligung, die so hoch war wie noch nie.

63 Nummern gab es zu bestaunen, darunter 25 Faschingswagen, denen man ansah, wie viele Wochen Arbeit in ihnen steckten. Das Riesen-Monopoly des Moorenweiser Burschenvereins schmückten stilecht Haus und Hotel, wie man sie aus dem Brettspiel kennt. Die Turnergarde war im rot-weiß gestreiften Zirkus-Wagen unterwegs. Ein „Traumschiff“ leuchtete weiß in der kunterbunten Faschingswelt.

Franz Seiler, Vorsitzender des Organisationsausschusses, freute sich aber auch über „die vielen kleinen Nummern, die mit ganz viel Liebe gestaltet waren“ und die – bei aller Gaudi – aktuelle Moorenweiser Themen aufgriffen, wie etwa die Schließung der Alten Schule.

Wo war der Winter dieses Jahr? Mitglieder des Theatervereins boten als Schneemänner Ersatz für das fehlende Weiß. Vorne: Bürgermeister Joseph Schäffler.

Die Nachbarschaftshilfe schob als Krankenpflegetrupp ein rollendes Bett durch die Straßen, um auf den Pflegekräftemangel aufmerksam zu machen. Der Theaterverein beklagte in Schneemann-Kostümen den Winter, der keiner war. Die Landjugend Steinbach wollte gleich die ganze Welt retten. Gartenfreunde aus Adelshofen kamen als farbenfrohe Blumen, um für mehr Insektenfreundlichkeit in Privatgärten zu werben („Ich bin froh, dass ich kein Buchsbaum bin“).

Pflegenotstand: Die Nachbarschaftshilfe schob als Krankenpflegetrupp ein rollendes Bett durch die Straßen.

Besonders stolz war man beim TSV auf die legendäre Kuh, die bereits beim allerersten Faschingszug im Jahr 1960 mit von der Partie war. Das Original-Gestell hatte jahrelang „total kaputt“ auf irgendeinem Speicher gelegen, wie Franz Seiler erzählt. Für den Jubiläums-Faschingsumzug wurde es in mühevoller Arbeit wieder hergerichtet.

Legendär: Diese Kuh war schon beim ersten Moorenweiser Faschingszug vor 60 Jahren dabei.

Fast noch schwieriger sei es aber gewesen, zwei Freiwillige zu finden, die in dem Kuh-Gestell mitmarschierten. „Das ist ein Höllenjob“, sagt Seiler. „Der Hintere muss die ganze Zeit gebückt gehen und sieht überhaupt nichts.“

Belohnt wurden die Teilnehmer von massenhaft Zuschauern, die sich trotz des stürmischen Wetters auf den Gehsteigen drängten. Sie hatten das Vergnügen, den Gaudiwurm auf dem zentralen Abschnitt zweimal zu sehen. Allerdings war der Zug fast länger als die Strecke – während die ersten Gruppen schon zur zweiten Runde am Maibaum bereit standen, zogen vor ihnen noch die letzten Wagen des hinteren Zugteils vorbei. Doch weil alle – Teilnehmer und Zuschauer – ein wenig zusammenrutschten, dauerte der Stau nicht länger als zehn Minuten.

Den Veranstaltern war anschließend klar, dass sie das maximal Mögliche ausgeschöpft hatten. „Höchstens zwei Wagen hätten wir noch vertragen“, bilanzierte Seiler. „Mehr Nummern kriegen wir nicht unter.“

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