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Die Feuerwehr schätzt den entstandenen Schaden auf 1,3 Millionen Euro.

135 Feuerwehrleute im Einsatz

Lagerhalle bei Brand völlig vernichtet

Moorenweis - Großfeuer am Rande der Gemeinde Moorenweis: Die Maschinen- und Lagerhalle eines Landwirtes ist am Montagmittag völlig ausgebrannt.

Der Schaden ist enorm. Der Eigentümer wurde beim Versuch, den Brand selbst zu löschen, leicht verletzt. Doch es hätte viel schlimmer ausgehen können. 

Als die ersten Einsatzkräfte auf dem Gelände an der Türkenfelder Straße in der Nähe der Agip-Tankstelle eintreffen, steigt bereits eine riesige Rauchsäule in den Himmel. „Es hat gebrannt wie Zunder“, sagt der Moorenweiser Kommandant Christoph Gasteiger später. Kein Wunder: In der 80 Meter langen und 20 Meter breiten Halle sind nicht nur ein Traktor, vier Kipper und jede Menge anderer landwirtschaftlicher Maschinen geparkt. Dort lagern auch Futtermittel, beispielsweise Mais sowie Stroh. 

Die Brandhelfer beginnen sofort mit dem Löschen – und mit dem Sichern der größten Gefahrenherde. Denn in der Halle gibt es auch ein Treibstofflager und jede Menge Kunstdünger. Sollte davon etwas auslaufen, besteht nicht nur Explosionsgefahr, sondern eine konkrete Gefährdung der Umwelt. 

Insgesamt 135 Brandhelfer sind laut Gasteiger gemeinsam im Einsatz. Neben der Moorenweiser Wehr kämpfen auch Kameraden aus Türkenfeld, Dünzelbach, Jesenwang, Mammendorf, Adelshofen, Purk, Germering und Fürstenfeldbruck gegen die Flammen. Gegen 14.30 Uhr ist der Brand gelöscht. Doch die Halle, in der der Katholische Burschenverein jährlich seine populäre Beachparty gefeiert hat, war nicht zu retten. Es steht nur noch das Gerippe. Zwischen den Rauchschwaden kann man die Überreste der ausgebrannten Maschinen erkennen. Ein gespenstisches Szenario. 

Die Polizei geht von einem Sachschaden von über 500 000 Euro aus. Gasteiger schätzt die Schadenssumme sogar auf 1,3 Millionen Euro. Die Brandursache ist noch völlig unklar. Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck hat die Ermittlungen übernommen. Etwas Licht ins Dunkel könnte die Aussage des 55-jährigen Eigentümers bringen. Der Landwirt ist einer der ersten, die das Feuer bemerken. Er versucht sogar selbst, den Brand zu löschen. Dabei erleidet er laut Polizei leichte Brandverletzungen an der Hand. Seine Vernehmung soll vermutlich heute stattfinden. 

Moorenweiser Partyhalle brennt nieder - die Bilder

Auch nachdem der Brand gelöscht ist, sind die Feuerwehrkameraden noch gut beschäftigt. In der benachbarten Halle sind Stiere untergebracht. Um die Tiere zu versorgen, braucht es Strom. Doch den gibt es seit dem Brand auf dem Gelände nicht mehr. Deshalb sorgen die Brandhelfer für eine Notstromversorgung. Zudem muss geprüft werden, dass wirklich keine Schadstoffe ausgetreten sind. Dazu sind auch Mitarbeiter des Wasserwirtschaftsamtes vor Ort. „Nach dem ersten Eindruck können wir davon ausgehen, dass alles gut gegangen ist“, meint Gasteiger.

sw

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