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Die Feuerwehr Steinbach braucht ein neues Haus.

Moorenweis

Standort für neues Feuerwehrhaus in Steinbach gefunden

  • Ulrike Osman
    vonUlrike Osman
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Der Ortsteil Steinbach braucht ein neues Gerätehaus für sein Feuerwehrfahrzeug. Ein geeigneter Standort ist gefunden, erste Planungsskizzen liegen vor. Doch wann das Projekt realisiert werden kann, ist offen – nicht zuletzt wegen der erwarteten Steuereinbrüche.

Moorenweis – Einigkeit herrscht darüber, dass das vorhandene Haus auf Dauer nicht mehr tragbar ist. Es entspreche in vielen Punkten nicht den Unfallverhütungsvorschriften für die Sicherheit im Feuerwehrdienst, heißt es in einem Schreiben der Wehr an die Gemeinde. Außerdem sei das Gebäude zu klein für das vor einiger Zeit erneuerte Fahrzeug. Die vorhandenen sechs Umkleideplätze seien Provisorien und nicht ausreichend für die steigenden Mitgliederzahlen. Ein weiteres Problem: Das Gebäude steht auf einem Grundstück, das nicht vollständig der Gemeinde gehört. Die Zufahrt verläuft über fremden Grund.

Ein Neubau könnte südlich des Vereinsheims Alte Schule entstehen. Der Standort hätte den Vorteil, dass die Feuerwehr die Räume des Vereinsheims mitnutzen könnte, also weder Sanitäranlagen noch ein Schulungsraum geschaffen werden müssten. Das würde Kosten sparen, betonte der Steinbacher Michael Vogt (Bürgervereinigung/BV). Laut grober Schätzung lasse sich das Gebäude für etwa 300 000 Euro realisieren.

Planungen vorantreiben

Dass sich die Gemeinde die Maßnahme in den nächsten Jahren wohl nicht leisten kann, ist der Wehr bewusst. Sie wünscht sich jedoch, dass das Projekt bis zur fertigen Genehmigungsplanung vorangetrieben wird – unabhängig davon, wann die Bagger tatsächlich anrollen. Liege die Baugenehmigung erst einmal vor, lasse sie sich bei Bedarf alle vier Jahre erneuern, so Vogt. „Wir sollten das Projekt nicht liegen lassen.“

Dritter Bürgermeister Christoph Gasteiger (CSU) betonte, die Gemeinde sei in der Pflicht, geeignete Rahmenbedingungen für die Wehr zu schaffen. „Am Willen des Gemeinderats wird es nicht scheitern.“ Er befürchte allerdings, dass es für „mehr Verdruss“ sorgen würde, wenn eine fertige Planung in der Schublade liege und nicht verwirklicht werde.

Vize-Bürgermeister Rudi Keckeis (BV) fand, der Antrag der Wehr komme „ein Jahr zu spät oder ein halbes Jahr zu früh“. Erst im Laufe der nächsten Monate werde man wissen, wie die Lage der Gemeinde durch die coronabedingten Mindereinnahmen aussehe. Das Feuerwehrhaus solle in den Haushalts- und Finanzplanungsberatungen 2021 berücksichtigt werden.

Schwierig war es für die neuen Gemeinderatsmitglieder, sich ein Bild zu machen. Er wolle erst einen Plan und eine präzise Kostenschätzung sehen, bevor eine Entscheidung falle, forderte Martin Sedlmair (CSU). „Ungesehen tue ich mich schwer.“ Bürgermeister Joseph Schäffler (CSU) sagte zu, in der nächsten Sitzung die Planung vorzulegen. Deshalb fiel noch kein Beschluss. 

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