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Kein schönes Bild: der Wertstoffhof an der Landsberger Straße in Moorenweis. 

Auch Auswärtige werfen Abfall ab

Müll-Sauerei ärgert die Anwohner

Die Container quellen über, daneben stapelt sich weiterer Abfall. Diesen unschönen Anblick bietet der kleine Wertstoffhof an der Landsberger Straße in Moorenweis vor allem nach Feiertagen. Wenn dann noch Wind bläst, wird der Müll in die umliegenden Gärten geweht. Die Anwohner ärgert das.

MoorenweisPapier, Pappe, Glas – mehr gehört eigentlich nicht hierher. Aber Anwohner Erwin Böck hat in der Umgebung der Container schon „alle Varianten von Müll“ beobachtet, darunter auch Bioabfälle und Hausmüll. „Es wird alles abgelagert, was die Müllentsorgung so hergibt“, sagt der Moorenweiser.

Fallen die Leerungstermine aufgrund von Feiertagen aus, dann erhöht sich die Menge noch – und dies, obwohl die Benutzung des Wertstoffhofes an Sonn- und Feiertagen eigentlich nicht gestattet ist. „In feiertagslosen Wochen ist der Müllanfall nicht so heftig, aber dennoch sind die Container randvoll, so dass es auch in dieser Zeit wilde Ablagerungen gibt.“

Dass der kleine Wertstoffhof direkt an der Staatsstraße 2054 liegt, macht ihn – zum Bedauern der Nachbarn – auch für Auswärtige attraktiv. Der Anwohner berichtet, dass Nutzer mit den Autokennzeichen LL, A oder SMÜ keine Seltenheit seien. Brisant ist das auch deshalb, weil im Nachbarlandkreis Landsberg der Restmüll nach Gewicht berechnet wird. Böck beklagt, dass für die steigende Einwohnerzahl keine zusätzlichen Recyclingstandorte geschaffen werden. „Es wird der Wohnraum durch Baugenehmigungen verdichtet, aber über die Entsorgung des anfallenden Mülls in Form von weiteren kleinen Wertstoffhöfen wird keine Planung gemacht.“

Beim Abfallwirtschaftsbetrieb sind die Container an der Staatsstraße nicht als besonderer Problemstandort bekannt. Geleert werde jeweils Montag und Mittwoch, gekehrt und gesäubert am Dienstag und Donnerstag, berichtet Barbara Steinmetz vom Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises. Sie räumt allerdings ein, dass es in Wochen mit einem oder mehreren Feiertagen zu Engpässen kommen könne. Dass an kleinen Wertstoffhöfen Abfälle entsorgt werden, die dort nicht hingehören, komme an jedem Standort vor und sei in Moorenweis „nicht verstärkt“ zu beobachten. „Wenn uns da etwas gemeldet wird, gehen wir der Sache nach“, betont Steinmetz. Schließlich handelt es sich bei wilder Müllablagerung um eine Ordnungswidrigkeit.

Abfallbetrieb will ein Auge darauf haben

Dass es in Moorenweis nicht genug Recyclingstandorte gebe, will der Abfallwirtschaftsbetrieb nicht so stehenlassen. In der gesamten Gemeinde mit ihren rund 4000 Einwohnern verteilen sich auf Hauptort und Ortsteile neun kleine Wertstoffhöfe. „Das heißt, auf 450 Einwohner kommt ein kleiner Wertstoffhof“, so Barbara Steinmetz. „Das ist eigentlich eine gute Zahl.“ Nach den Klagen aus dem Ort werde der Außendienst nun auf die Container an der Landsberger Straße „verstärkt ein Auge werfen“. (Ulrike Osman)

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