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Im Jahr 2014 tobte gerade der Streit um die Windräder im Landkreis. Dazu passend gab es beim Faschingszug in Moorenweis einen „Vogelverleih für Windkraftgegner!. Nur der Rote Milan war aufgrund der großen Nachfrage gerade vergriffen.

Moorenweiser starten nach Pause wieder durch

Faschingszug verleiht Flügel

2017 ist er ausgefallen, 2018 soll er stattfinden – und zwar mit Volldampf. Der Moorenweiser Gaudiwurm zieht am Faschingssonntag, 11. Februar, wieder vor vermutlich tausenden Besuchern durch den Ort.

MoorenweisDie Vorbereitungen laufen bereits, doch was sich die Teilnehmer diesmal für Themen ausgesucht haben, ist noch streng geheim. Immerhin – einen kleinen Einblick erlaubt Organisator Franz Seiler. „Glyphosat wird thematisiert werden“, verrät der Vorsitzende des Faschingszugausschusses vom TSV Moorenweis. Ansonsten rechnet er nicht mit den „großen politischen Themen“. Die Ortspolitik wird nicht unbedingt im Mittelpunkt stehen, denn viele Teilnehmer setzen auf neutrale Themen, sodass sie bei mehreren Umzügen in der Region mitmachen können.

Rund 30 Wagen, eine noch unbestimmte Anzahl an Fußgruppen, insgesamt 500 Mitwirkende und voraussichtlich über 4000 Besucher – das sind nach momentanem Stand die Eckdaten.

Moorenweiser Faschingszug 2017 wegen Todesfall abgesagt

Eigentlich wäre heuer kein Umzug fällig gewesen, denn im Jahr 2020 feiert der TSV sein 100-jähriges Bestehen – und dann soll es auf jeden Fall einen großen Jubiläumsumzug geben. Ein Abstand von zwei Jahren ist den Veranstaltern normalerweise zu kurz. Doch weil so viele Anfragen von Bürgern, Vereinen und interessierten Gruppen kamen, entschloss man sich anders. „Die faschingsbegeisterten Teilnehmer werden sich auch für zwei Umzüge innerhalb von drei Jahren etwas einfallen lassen“, ist Franz Seiler überzeugt.

Er will außerdem Gerüchten entgegentreten, die dem Faschingszugausschuss eine gewisse Amtsmüdigkeit unterstellten. „Es hieß, es gebe keinen Umzug, weil der Ausschuss das nicht will“, sagt Franz Seiler. „Das ist aber Quatsch.“

Die Absage im letzten Fasching hatte einen tragischen Grund – den plötzlichen Tod des langjährigen TSV-Vorstandsmitglieds Wolfgang Vogt. Zwei seiner Brüder sitzen im Faschingszugausschuss, in der ehemaligen Vogt-Werkstatt fanden früher die Vorbereitungen statt. Vor diesem Hintergrund wollte man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. „Die Absage hat damals überwiegend Zustimmung gefunden“, berichtet Franz Seiler.

Es gibt bereits 20 Anmeldungen für den diesjährigen Gaudiwurm

Nun aber geht es weiter. Alle, die beim Umzug 2014 mitgemacht haben, wurden bereits vom Faschingszugausschuss kontaktiert. Ihnen wurden der Termin, aber auch alle Regularien, die für die Teilnahme gelten, schriftlich zugeschickt.

Dass die Sicherheitsauflagen immer strenger werden, bedauert Franz Seiler. „Mittlerweile braucht man bei Faschingswagen pro Achse zwei Begleiter – sprich, Leute, die zu Fuß neben dem Wagen herlaufen.“ Größere Fahrzeuge kämen so auf acht Begleiter. „Und dass kann schon fast keiner mehr leisten.“ Trotzdem liegen mittlerweile bereits 20 Anmeldungen vor.

Der Zug beginnt an der Einmündung Pfalzstraße in die Römerstraße, führt über die Dellingerkreuzung in den Eichweg und durch die Ringstraße zur TSV-Halle. Dort findet im Anschluss ein gemütlicher Ausklang mit Bier, Brotzeit und einer Apres-Ski-Bar statt. Weitere Informationen gibt es im Internet auf www.tsvmoorenweis.de.

Informationsabend zum Moorenweiser Fasching 2018

Am Mittwoch, 10. Januar, findet ab 19.30 Uhr im Sportheim in Moorenweis ein Informationsabend für alle Teilnehmer statt. In den letzten vier Wochen vor dem Umzug stehen den Teilnehmern die Ausschussmitglieder jeden Samstag für Nachfragen zur Verfügung. Wer erstmals oder nach einer Pause wieder mitmachen will, kann sich per E-Mail an Franz Seiler wenden: seiler.franz @t-online.de.

von Ulrike Osman

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