So schöne Orte wie hier zu sehen sollten unbedingt erhalten bleiben, hieß es im Ausschuss.

Planungsausschuss des Kreistags

Neue Ideen für Moorenweiser Ortsumfahrung

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Verschiedene Ideen für eine Moorenweiser Ortsumfahrung werden weiter geprüft. Gleichzeitig wird klar: Das Örtchen Windach bekommt wohl keine Umgehung.

Die Variante 0 (gestrichelt) würde landwirtschaftliche Grundstücke zerschneiden, was letztlich auch für die Variante A gilt. Die Trasse B wäre weiter westlich in Richtung Eismerszell, läge im Maisachtal und würde zum Kreisverkehr bei Moorenweis führen. Die Variante C (blau) wäre die wohl weitreichendste – und damit auch teuerste – Lösung. Sie würde an der Straße nach Geltendorf münden. Alle diese Möglichkeiten sollen nun genauer untersucht werden, eine Entscheidung ist noch nicht gefallen.

Moorenweis Nachdem erste Ideen publik geworden waren, wie man für Windach eine Umgehung bauen könnte, seien erfolgversprechende Signale für eine innerörtliche Lösung eingegangen, heißt es in einem Papier des kreiseigenen Tiefbauamts, das jetzt dem zuständigen Planungsausschuss des Kreistags vorgelegt wurde. Demnach könnte es möglich werden, die Engstelle mit der Betonmauer zu beseitigen – eine Umfahrung werde damit unnötig.

Weiter verfolgt werden sollen dagegen drei Varianten für den Hauptort Moorenweis. Hintergrund für die Planungen ist unter anderem der Umstand, dass ein Ausbau der St.-Margareth-Straße wegen fehlender Grundstücke nicht möglich ist. Außerdem würde die Kreuzung der FFB 3 zur FFB 16 (Straße zwischen Moorenweis und Dünzelbach) nicht verbessert. Eine Umfahrung der FFB 16 von Dünzelbach kommend zum Kreisel an der Tankstelle bringe auch den größten Entlastungseffekt, so die Kreisverwaltung. Die drei jetzt diskutierten Trassen wurden von der Gemeinde vorgelegt. Sie weichen von der Trasse 0 aus der vor einigen Wochen vorgelegten Machbarkeitsstudie ab. Ziel der neuen Trassen ist es, den Flächenverbrauch zu verringern und die Zerschneidung von landwirtschaftlichen Grundstücken und eventuellen Tauschflächen zu minimieren.

Machbarkeitsstudie hat den Landkreis rund 33 000 Euro gekostet

  1. Die Trasse A würde also am Tankstellen-Kreisel anknüpfen und zur FFB 16 führen. Als sinnvoll gilt hier eine Weiterführung bis in den Dachauer Forst, dem Wald Richtung Dünzelbach. Hier wäre die Ausführung in zwei Schritten möglich.
  2. Die Trasse B läge westlich der Trasse A (ebenfalls vom Kreisel kommend) und läge im Maisachtal östlich von Eismerszell. Der Endpunkt läge westlich der St. Margareth-Kirche im Dachauer Forst. Vorteil dieser Variante: Es müssten weniger Grundstücke durchschnitten werden. Alles müsste in einem Schritt gebaut werden.
  3. Die Trasse C würde ganz ähnlich wie B verlaufen, allerdings nicht den Kreisverkehr ansteuern, sondern südlich von Eismerszell in die Staatsstraße 2054 (Weg nach Geltendorf) münden. Auch hier müsste alles in einem Schritt erfolgen.

In einer ersten Schätzung werden die Kosten für die 750 Meter lange Straße vom Kreisverkehr bis zur FFB 16 auf rund 1,5 Millionen Euro taxiert. Die Umfahrung bis in den Dachauer Forst (etwa einen Kilometer lang) würde mit 2,1 Millionen Euro zu Buche schlagen. Die Trasse B wäre knapp vier Millionen Euro teuer, die Trasse C 3,9 Millionen Euro. Gleichzeitig, so heißt es in dem Papier der Kreisverwaltung, würden Kosten von rund 3,3 Millionen Euro für den Ausbau der St. Margareth-Straße und der FFB 16 entfallen.

Der Planungsausschuss des Brucker Kreistags kam einstimmig überein, die drei Trassen genauer zu untersuchen und Mittel im Kreis-Haushalt des Jahres 2018 zur Verfügung zu stellen. Die erste Machbarkeitsstudie hatte um die 33 000 Euro gekostet, wie in der Sitzung deutlich wurde.

Die ersten Einschätzungen zur Moorenweiser Ortsumfahrung

In einer kurzen Aussprache im Planungsausschuss des Kreistags plädierte der Hörbacher Kreisrat Jakob Drexler für eine ortsnahe Variante für die Moorenweiser Umfahrung. So schöne Stellen wie die Kurve am Kirchlein (Foto oben) müssten unbedingt erhalten werden, fand er.

Der Moorenweiser Bürgermeister Joseph Schäffler dankte für die Vorschläge. Die Variante A durchschneide landwirtschaftliche Flächen – wie auch die Variante 0, gab er zu bedenken. Die Variante C bezeichnete er als „interessant“, auch wenn sie länger sei.

von Thomas Steinhardt

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