Ortsdurchfahrt bewegt die Steinbacher

Steinbach – Der anstehende Ausbau der Kreisstraße durch Steinbach bewegt die Bürger. Rund 80 diskutierten nun bei einer Anliegerversammlung – vor allem über die geplanten Verkehrsinseln.

 Der Ausbau soll im Frühjahr 2018 beginnen und dürfte sich über mindestens ein Jahr hinziehen. Die Straße wird verschmälert und erhält einen Gehweg sowie einen neuen Regenwasserkanal. Dann soll kein Oberflächenwasser mehr von der Straße auf Privatgrundstücke laufen. Umkehrt dürfe dies aber auch nicht mehr der Fall sein, betonte Christian Gerhard, Fachbereichsleiter Tiefbau im Landratsamt, bei der Versammlung im Vereinsheim Alte Schule. Wo noch nicht geschehen, müssten die Anlieger für entsprechende Versickerungsmöglichkeiten auf ihrem Grundstück sorgen.

Der Ausbau soll voraussichtlich in drei Abschnitten erfolgen, damit der Bus- und Anliegerverkehr auch während der Arbeiten möglich ist. Nicht auszuschließen sei, dass die Zufahrt zu einzelnen Grundstücken einige Tage lang nicht möglich sein werde, so Gerhard. Der überörtliche Verkehr soll umgeleitet werden.

Die Kosten für den Gehweg werden je zur Hälfte zwischen Gemeinde und Anliegern geteilt. Vize-Bürgermeister Rudi Keckeis wies darauf hin, dass es für die Anlieger umso teurer wird, je mehr die Gemeinde für den notwendigen Grunderwerb zahlen muss. Die Verhandlungen mit den Eigentümern stehen noch bevor.

Wie bereits zwei Tage zuvor im Gemeinderat, wurde auch unter den Anliegern intensiv über die geplanten zwei Verkehrsinseln diskutiert. Sie sollen 35 Meter lang und sechs Meter breit werden – diese Ausmaße müssen laut Planer Walter Berkmann sein, damit der Zweck einer Verlangsamung des Verkehrs erreicht wird. Allzu massiv ist das Problem der Raserei in Steinbach allerdings nicht. Auf Nachfrage von Michael Vogt nannte Bürgermeister Joseph Schäffler (CSU) die Resultate einer Geschwindigkeitsmessung vom letzten Jahr. Demnach hatten an den Ortseingängen etwa 18 Prozent der Fahrer mehr als 50 Stundenkilometer drauf, im Ortsinneren waren es noch zehn Prozent. Die wenigen Unbelehrbaren würden sich auch von den 100 000 Euro teuren Verkehrsinseln nicht bremsen lassen, meinte Vogt. Das Geld sei „für die Katz’“.

Einige Bürger plädierten stattdessen für digitale Anzeigetafeln nach Jesenwanger Vorbild. Ein anderer sah in den Inseln eine optische Aufwertung der Straße.

Christoph Gasteiger bezweifelte die Sinnhaftigkeit der Fahrbahnteiler – womöglich würden sie deshalb nicht bezuschusst. Die Möglichkeit, sich vergleichbare Bauwerke anzuschauen, gibt es laut Gerhard nirgendwo im Landkreis. Die Gemeinde solle nicht über die Köpfe der Steinbacher hinweg entscheiden, sondern im Ort eine Abstimmung durchführen, forderte ein weiterer Zuhörer. (os)

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