Leonhard Zimmermann verstarb mit 79 Jahren
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Leonhard Zimmermann verstarb mit 79 Jahren.

Nachruf

Seine Bass-Stimme war so unverzichtbar wie sein Humor - Leonhard Zimmermann verstarb mit 79 Jahren

  • Ulrike Osman
    vonUlrike Osman
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Leonhard Zimmermann hatte eine seltene Gabe – er konnte Menschen zum Lachen bringen. Mit 79 Jahren ist der Steinbacher jetzt verstorben.

Steinbach – Sein Talent als Witzeerzähler wurde im Freundeskreis sehr geschätzt. „Erzähl’ uns wieder einen Gnadenlosen“ war eine Aufforderung, der Zimmermann gerne nachkam – bis alle vor Lachen unterm Tisch lagen.

Der Steinbacher war aber noch viel mehr – begeisterter Sänger, begabter Handwerker, engagierter Ehrenamtlicher. Seit 1959 konnte man seine Bassstimme in den Reihen des Männergesangvereins (MGV) Steinbach hören. Als absolut zuverlässiges Chormitglied versäumte er kaum je eine Probe, war immer überpünktlich und beteiligte sich an den vielen Auftritten von MGV und Kirchenchor, auch in der weiteren Umgebung.

Bei allen MGV-Festen und -Jubiläen war er als treibende Kraft dabei. Als die Sänger irgendwo ein altes Tanzpodium der Brucker Landjugend ausgruben und es ab 1972 in Purk für ein Waldfest nutzten, war Leohnhard Zimmermann derjenige, der das Podium herrichtete und aufbaute. Wurde in Steinbach Theater gespielt, kümmerte er sich um Bühnenbau, Kulissen und Dekoration.

Holz war das Element des dreifachen Vaters, der nicht nur Zimmermann hieß, sondern – neben seiner Landwirtschaft – auch als solcher arbeitete. Und der auch eine Frau dieses Namens heiratete – Maria Zimmermann, mit ihm weder verwandt noch verschwägert.

Seit 1969 gingen die beiden gemeinsam durchs Leben, bekamen zwei Töchter und einen Sohn und waren zuletzt stolze Großeltern von zwei Enkeln. Beruflich wechselte Zimmermann 1974 von einem Mammendorfer Baugeschäft zu einem Futtermittelhersteller, für den er bis 2002 als Vertreter tätig war.

Auch die Steinbacher Feuerwehr konnte auf ihn bauen – zeitweise war Zimmermann stellvertretender Kommandant. Das Grillfest der Wehr durfte ab 1978 bei ihm im Stadl stattfinden. Was er nicht aktiv betrieb, unterstützte er als passives Mitglied – den Schützenverein ebenso wie den Tischtennisverein TTC Steinbach. 2011 ernannte ihn der MGV zum Ehrenmitglied.

Wenn neben Arbeit, Familie und Ehrenamt noch Zeit blieb, werkelte Zimmermann am liebsten mit Holz. Er reparierte Feldkreuze und baute Sitzbänke. Und den regelmäßigen Stammtisch am Donnerstagabend ließ er so gut wie nie aus.

In den vergangenen Jahren ging es dem Tausendsassa gesundheitlich nicht mehr gut. Doch er rappelte sich auf – oft sah man ihn auf seinem knallroten Seniorenmobil durch die Gemeinde fahren, sogar noch wenige Wochen vor seinem Tod. Leonhard Zimmermann wurde 79 Jahre alt.

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